Arbeiten in der Schweiz 2026: Jobs, Bewilligung und Temporärarbeit
Du möchtest in der Schweiz arbeiten? Ob du eine Arbeitsbewilligung oder Aufenthaltsbewilligung benötigst, hängt vor allem von deiner Staatsangehörigkeit, deinem Wohnort und der Dauer deiner Beschäftigung ab. Auf fachkraft.ch findest du passende Temporärstellen, Try & Hire Einsätze und Festanstellungen in Handwerk, Bau, Industrie, Technik und weiteren Berufsfeldern.
Aktuelle Jobs in der Schweiz
Entdecke offene Stellen für Fachkräfte in verschiedenen Berufen und Regionen der Schweiz. Du kannst dich auch bewerben, wenn du noch im Ausland wohnst. Welche Bewilligung für eine Anstellung erforderlich ist, wird im Einzelfall geprüft.
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Allrounder/in Ausbaugewerbe mit Montagefahrzeug
Auf Baustellen unterstützt du das Team bei vielseitigen Aufgaben und stellst das Material bereit. Der Betrieb bietet dir zusätzlich ein Montagefahrzeug für den Arbeitsweg an. Für unseren Auftraggeber suchen wir eine/n
Stellenantritt: 16.10.2026Stellenart: temporärRegion: Winterthur -
Maler/in für Kundenmalerarbeiten
Du bringst deine Erfahrung und Leidenschaft bei abwechslungsreichen Malerarbeiten ein. Der Betrieb bietet eine präzise Arbeitsweise in einem kundenorientierten Umfeld. Für unseren Auftraggeber suchen wir eine/n
Stellenantritt: 16.10.2026Stellenart: temporärRegion: Dietikon -
Maler/in (Hilfsarbeiter/in) mit anspruchsvollen Kundenarbeiten
Deine Hauptaufgabe umfasst vielseitige Malerarbeiten innen und aussen. Der Betrieb legt Wert auf qualitativ hochwertige Ausführung und gute Zusammenarbeit im Team. Für unseren Auftraggeber suchen wir eine/n
Stellenantritt: 19.10.2026Stellenart: temporärRegion: Willisau -
Maler/in für Innen- und Aussenanstriche
Du bist handwerklich geschickt und bringst deine Erfahrung bei der Gestaltung von Innen- und Aussenflächen ein. Der Betrieb bietet ein modernes Arbeitsumfeld mit vielfältigen Aufgaben und Entwicklungschancen. Für unseren Auftraggeber suchen wir eine/n
Stellenantritt: 19.10.2026Stellenart: temporärRegion: Zürich -
Maler/in für Kundenmalerei
Das Ausführen von Malerarbeiten im Innen- und Aussenbereich gehört zu deinen täglichen Aufgaben. Der Betrieb ist innovativ ausgerichtet und legt Wert auf saubere Arbeitsweise. Für unseren Auftraggeber suchen wir eine/n
Stellenantritt: 19.10.2026Stellenart: temporärRegion: Willisau
Arbeiten in der Schweiz 2026 auf einen Blick
- EU/EFTA, bis drei Monate: Keine Aufenthaltsbewilligung nötig. Der Schweizer Arbeitgeber muss den Stellenantritt rechtzeitig melden.
- EU/EFTA, länger als drei Monate: Je nach Vertragsdauer benötigst du eine Kurzaufenthaltsbewilligung L oder Aufenthaltsbewilligung B.
- EU/EFTA Grenzgänger: Bei einer Beschäftigung von mehr als drei Monaten benötigst du grundsätzlich eine Grenzgängerbewilligung G.
- Kroatische Staatsangehörige: Seit 2026 gilt die volle Personenfreizügigkeit ohne besondere kroatische Kontingente.
- Drittstaatsangehörige: Für einen neuen Stellenantritt gelten strengere Zulassungsvoraussetzungen, unter anderem Qualifikation, Vorrangprüfung und Kontingente.
- Temporärarbeit: Sie ist nur zulässig, wenn die erforderliche Erwerbstätigkeit sowie der Stellen- und Berufswechsel erlaubt sind.
- Krankenversicherung: In vielen Fällen besteht die Versicherungspflicht bereits ab Arbeitsbeginn. Anschluss oder Befreiung sind rechtzeitig abzuklären.
Wichtig beim Personalverleih
Ein Personalverleiher mit Sitz im Ausland darf keine Mitarbeitenden an Schweizer Unternehmen verleihen. Für eine Temporärstelle muss die Anstellung über einen entsprechend bewilligten Schweizer Verleihbetrieb erfolgen.
Auch eine ausländische Vermittlungsagentur darf Stellensuchende nicht selbst direkt mit einem Schweizer Arbeitgeber zusammenführen. Eine Zusammenarbeit mit einer konzessionierten Schweizer Vermittlungsagentur ist dagegen möglich.
Direkt zum Thema
- Temporärarbeit und Bewilligung
- Drei Monate oder 90 Arbeitstage?
- Arbeiten mit EU/EFTA Staatsangehörigkeit
- Kroatische Staatsangehörige 2026
- Arbeitsbewilligung für Drittstaaten
- Grenzgänger aus Deutschland
- Anerkennung des Berufsabschlusses
- Stellenmeldepflicht 2026
- Jobs nach Branche
- Lohn in der Schweiz
- Jobs nach Kanton
- Temporär, Try & Hire oder Feststelle
- Bewerbung aus dem Ausland
- Versicherungen und Steuern
- Checkliste vor Arbeitsbeginn
- Regionale Partnerbüros
- Häufige Fragen
Kannst du mit deiner Arbeitsbewilligung temporär arbeiten?

Für eine Festanstellung und einen Temporäreinsatz gelten nicht immer dieselben praktischen Voraussetzungen. Ein Schweizer Verleihbetrieb muss vor dem Einsatz prüfen, ob du zur Erwerbstätigkeit sowie zum Stellen- und Berufswechsel berechtigt bist.
- Schweizer Staatsangehörigkeit oder Ausweis C: Temporärarbeit ist grundsätzlich möglich, wenn du die Anforderungen der Stelle erfüllst.
- EU/EFTA mit B, L oder G: Grundsätzlich möglich. Entscheidend sind unter anderem Gültigkeit, Einsatzdauer und Arbeitsort.
- EU/EFTA im Meldeverfahren: Grundsätzlich möglich bei einer Beschäftigung von höchstens drei Monaten im Kalenderjahr und rechtzeitiger Meldung.
- Drittstaat mit Ausweis B: Individuell prüfen, ob Erwerbstätigkeit sowie Stellen- und Berufswechsel erlaubt sind.
- Drittstaat mit Ausweis L oder tätigkeitsgebundener Bewilligung: Ein Wechsel ist in der Regel stark eingeschränkt. Die kantonale Behörde muss die Bewilligungsauflagen beurteilen.
- Drittstaat mit Wohnsitz im Ausland: Für übliche Temporärstellen meistens kein direkter Zugangsweg. Qualifikation, Arbeitgebergesuch, Vorrangprüfung und Kontingente sind massgebend.
- Personalverleiher mit Sitz im Ausland: Der Verleih an einen Schweizer Einsatzbetrieb ist nicht zulässig.
Diese Übersicht dient der Orientierung. Ausschlaggebend sind die konkrete Bewilligung, ihre Auflagen und die Beurteilung der zuständigen kantonalen Behörde.
Rekrutierung aus dem Ausland durch ein Schweizer Temporärbüro
Ein Schweizer Verleihbetrieb kann EU/EFTA Staatsangehörige grundsätzlich direkt aus dem Ausland rekrutieren. Für die grenzüberschreitende Tätigkeit benötigt er neben der kantonalen grundsätzlich auch eine eidgenössische Verleihbewilligung.
Lebst du bereits in der Schweiz und besitzt eine entsprechende Bewilligung, ist keine neue Einreise für diese Stelle nötig.
Drei Monate oder 90 Arbeitstage: Was gilt?
Diese Fristen beschreiben unterschiedliche Arten von Erwerbstätigkeit. Für einen Stellenantritt bei einem Schweizer Arbeitgeber gelten andere Meldevorschriften als für eine grenzüberschreitende Dienstleistung.
- Stellenantritt bei einem Schweizer Arbeitgeber: Das Meldeverfahren gilt für eine Beschäftigung von höchstens drei Monaten im Kalenderjahr. Der Schweizer Arbeitgeber meldet den Stellenantritt spätestens am Tag vor Arbeitsbeginn.
- Entsendung aus EU/EFTA oder selbstständige Dienstleistung: Für grenzüberschreitende Dienstleistungen gilt die Grenze von höchstens 90 effektiven Arbeitstagen pro Kalenderjahr.
Wirst du von einem Schweizer Temporärbüro angestellt, handelt es sich um einen Stellenantritt bei einem Schweizer Arbeitgeber. Deshalb ist in diesem Fall die Dreimonatsregel relevant.
Meldepflicht bei Entsendungen in Bau und Gartenbau
Bei einer Entsendung aus dem Ausland besteht im Bauhauptgewerbe, Baunebengewerbe sowie Garten- und Landschaftsbau die Meldepflicht bereits ab dem ersten Arbeitstag. Das darf nicht mit einer Temporäranstellung durch einen Schweizer Personalverleiher verwechselt werden.
Arbeiten in der Schweiz als EU/EFTA Staatsangehöriger
EU/EFTA Staatsangehörige haben dank der Personenfreizügigkeit einen erleichterten Zugang zum Schweizer Arbeitsmarkt. Das Verfahren richtet sich besonders nach der Dauer des Arbeitsvertrags und dem Wohnsitz.
Beschäftigung bis drei Monate
Für eine Beschäftigung von höchstens drei Monaten im Kalenderjahr benötigst du keine Aufenthaltsbewilligung. Der Schweizer Arbeitgeber muss den Stellenantritt jedoch spätestens am Tag vor Arbeitsbeginn elektronisch melden.
Beschäftigung von mehr als drei Monaten
- Bewilligung L EU/EFTA: Für Verträge von mehr als drei Monaten und weniger als einem Jahr. Die Gültigkeit entspricht grundsätzlich der Vertragsdauer.
- Bewilligung B EU/EFTA: Für einen Vertrag ab einem Jahr oder eine unbefristete Anstellung. Sie gilt grundsätzlich fünf Jahre.
- Bewilligung G EU/EFTA: Für Personen mit Wohnsitz im EU/EFTA Ausland, die in der Schweiz arbeiten. Die Gültigkeit richtet sich nach der Vertragsdauer oder beträgt bei längeren Verträgen grundsätzlich fünf Jahre.
Aufenthaltsbewilligungen für EU/EFTA Staatsangehörige gelten grundsätzlich in der ganzen Schweiz und ermöglichen den Stellen- und Berufswechsel.
Anmeldung bei der Wohngemeinde
Ziehst du für eine Beschäftigung von mehr als drei Monaten in die Schweiz, musst du dich innerhalb von 14 Tagen nach deiner Ankunft und vor dem Stellenantritt bei der Wohngemeinde anmelden. Dafür brauchst du insbesondere einen gültigen Pass oder eine Identitätskarte und eine schriftliche Einstellungserklärung oder einen Arbeitsvertrag.
Arbeiten in der Schweiz als Deutscher oder Österreicher
Für deutsche und österreichische Staatsangehörige gelten die normalen EU/EFTA Regeln. Du kannst dich direkt auf Stellen in der Schweiz bewerben. Gib dabei an, ob du umziehen oder als Grenzgänger arbeiten möchtest.
Arbeiten in der Schweiz: Regelung für Kroatien 2026
Seit 2026 gilt für kroatische Staatsangehörige die volle Personenfreizügigkeit ohne besondere kroatische Bewilligungskontingente. Die Schwellenwerte für eine erneute Aktivierung der Ventilklausel wurden 2025 nicht erreicht.
Kroatische Fachkräfte werden beim Zugang zum Arbeitsmarkt deshalb grundsätzlich wie Staatsangehörige der übrigen EU Staaten behandelt. Das ist unter anderem für Arbeitskräfte in Handwerk, Bau und Industrie relevant.
Arbeitsbewilligung Schweiz für Drittstaatsangehörige
Für Personen ausserhalb der EU und EFTA gelten strengere Zulassungsvoraussetzungen. Die Schweiz lässt in erster Linie Führungskräfte, Spezialisten und andere gut qualifizierte Arbeitskräfte aus Drittstaaten zu.
Der Schweizer Arbeitgeber stellt das Gesuch
Der zukünftige Arbeitgeber muss die Arbeitsbewilligung bei der zuständigen kantonalen Behörde beantragen. Dabei werden unter anderem folgende Voraussetzungen geprüft:
- Die Qualifikation passt zur offenen Stelle.
- Lohn und Arbeitsbedingungen entsprechen den Schweizer Vorgaben.
- Die Zulassung liegt im gesamtwirtschaftlichen Interesse.
- Es ist keine geeignete Person mit Vorrang verfügbar.
- Eine Kontingentseinheit ist verfügbar.
- Die persönlichen Integrationsvoraussetzungen sind erfüllt.
Bewilligungskontingente 2026
- Qualifizierte Erwerbstätige aus Drittstaaten: 4’500 Bewilligungen B und 4’000 Bewilligungen L, insgesamt 8’500.
- Staatsangehörige des Vereinigten Königreichs: 2’100 Bewilligungen B und 1’400 Bewilligungen L, insgesamt 3’500.
Ein freier Kontingentsplatz begründet noch keinen Anspruch auf eine Bewilligung. Alle weiteren Zulassungsvoraussetzungen müssen ebenfalls erfüllt sein.
Was bedeutet das für Handwerksstellen?
Für übliche Temporärstellen im Bau, Gartenbau, Lager oder in der Produktion ist eine direkte Rekrutierung aus einem Drittstaat häufig schwierig. Bessere Möglichkeiten bestehen bei spezialisierten Fachkräften, die nachweislich nicht auf dem Schweizer und EU/EFTA Arbeitsmarkt verfügbar sind.
Temporärarbeit mit bestehender B oder L Bewilligung
Eine B Bewilligung für Drittstaatsangehörige erlaubt nicht automatisch jeden Stellen- oder Berufswechsel. Deshalb muss vor einem Temporäreinsatz geprüft werden, ob Erwerbstätigkeit und Wechsel im konkreten Fall zulässig sind. Bei einer L oder tätigkeitsgebundenen Bewilligung können zusätzliche Einschränkungen bestehen.
Deutsche Aufenthaltsbewilligung genügt nicht
Eine deutsche Aufenthalts- oder Niederlassungserlaubnis gibt dir als Drittstaatsangehöriger nicht automatisch das Recht, in der Schweiz zu arbeiten. Massgebend sind deine Staatsangehörigkeit und die Schweizer Zulassungsbestimmungen.
Staatsangehörige des Vereinigten Königreichs
Britische Staatsangehörige gelten bei einem neuen Stellenantritt seit 2021 grundsätzlich als Drittstaatsangehörige. Das kurzfristige Meldeverfahren für einen Stellenantritt bei einem Schweizer Arbeitgeber steht ihnen nicht zur Verfügung. Der Arbeitgeber muss eine Arbeitsbewilligung beantragen.
Als Grenzgänger aus Deutschland in der Schweiz arbeiten
Als EU/EFTA Staatsangehöriger kannst du in Deutschland wohnen und in der Schweiz arbeiten. Normalerweise kehrst du täglich oder mindestens einmal pro Woche an deinen ausländischen Hauptwohnsitz zurück.
Grenzgängerbewilligung G
Bei einer Beschäftigung von mehr als drei Monaten benötigst du eine Bewilligung G. Bei Verträgen zwischen drei Monaten und einem Jahr richtet sich ihre Gültigkeit nach der Vertragsdauer. Bei mindestens einjähriger oder unbefristeter Beschäftigung beträgt sie grundsätzlich fünf Jahre.
Für EU/EFTA Grenzgänger gelten keine klassischen Grenzzonen mehr. Du kannst grundsätzlich in einem EU/EFTA Staat wohnen und schweizweit arbeiten, sofern du mindestens wöchentlich an deinen Wohnort zurückkehrst.
Quellensteuer für Grenzgänger aus Deutschland
- Schweizer Quellensteuer: Bei erfüllten Grenzgängervoraussetzungen und gültiger Ansässigkeitsbescheinigung grundsätzlich höchstens 4,5 Prozent des Bruttolohns.
- Hauptbesteuerung: Grundsätzlich im deutschen Wohnsitzstaat. Die in der Schweiz bezahlte Steuer wird angerechnet.
- Ansässigkeitsbescheinigung: Das Formular Gre-1 muss dem Schweizer Arbeitgeber vorliegen.
- Beruflich bedingte Nichtrückkehr: Bei ganzjähriger Beschäftigung bleiben grundsätzlich höchstens 60 Arbeitstage unschädlich.
Beginnst oder beendest du das Arbeitsverhältnis während des Jahres oder arbeitest du nur an einzelnen Wochentagen in der Schweiz, wird die 60 Tage Grenze anteilig reduziert. Bei zu vielen Nichtrückkehrtagen kann die steuerliche Grenzgängereigenschaft entfallen.
Wichtig: Die ausländerrechtliche Grenzgängerbewilligung G und die steuerliche Grenzgängereigenschaft sind nicht identisch. Lass eine unklare persönliche Situation steuerlich prüfen.
Krankenversicherung für Grenzgänger
Grenzgänger mit Bewilligung G sind grundsätzlich ab dem ersten Arbeitstag in der Schweiz krankenversicherungspflichtig. Für den Beitritt zu einer Schweizer Krankenkasse gilt normalerweise eine Frist von drei Monaten.
EU Staatsangehörige mit Wohnsitz in Deutschland können unter bestimmten Voraussetzungen das Optionsrecht nutzen und im deutschen Versicherungssystem bleiben. Das Befreiungsgesuch muss innerhalb von drei Monaten nach Beginn der Beschäftigung beim Arbeitskanton eingereicht werden.
Sozialversicherungen
Bei einer normalen Beschäftigung werden Sozialversicherungsbeiträge grundsätzlich in der Schweiz bezahlt. Wer gleichzeitig in mehreren Staaten arbeitet oder zusätzlich selbstständig erwerbstätig ist, muss besondere Koordinationsregeln beachten.
Wird dein ausländischer Berufsabschluss in der Schweiz anerkannt?
Entscheidend ist, ob dein Beruf in der Schweiz reglementiert ist. Bei nicht reglementierten Berufen beurteilt der Arbeitgeber, ob Ausbildung und Erfahrung zur Stelle passen.
Nicht reglementierte Berufe
Du kannst grundsätzlich auch ohne staatliche Anerkennung arbeiten. Eine Niveaubestätigung kann dennoch helfen, da sie die Einordnung deines ausländischen Abschlusses ins Schweizer Bildungssystem zeigt.
Reglementierte Berufe
Hier ist für die Berufsausübung eine bestimmte Qualifikation vorgeschrieben. Prüfe vor dem Stellenantritt die zuständige Anerkennungsstelle. Für bestimmte Tätigkeiten im Elektrobereich oder in anderen sicherheitsrelevanten Berufen können zusätzliche Schweizer Bewilligungen erforderlich sein.
Hilfreiche Unterlagen
- Berufsdiplom und Fächerübersicht oder Ausbildungsprogramm
- Arbeitszeugnisse und Weiterbildungsnachweise
- Ausweise und Zertifikate
- Beglaubigte Übersetzungen, sofern verlangt
Auch die Berufsbezeichnungen können sich zwischen den Ländern unterscheiden. Wer in Deutschland oder Österreich als Tischler ausgebildet wurde, sucht in der Schweiz in der Regel nach Stellen als Schreiner. Weitere Informationen zu Berufsbezeichnung, Bewerbung und aktuellen Stellen findest du unter Tischler Jobs Schweiz.
Auch die Berufsbezeichnungen und Ausbildungsabschlüsse können sich zwischen den Ländern unterscheiden. Für Maler und Lackierer aus Deutschland sowie Fachkräfte aus dem österreichischen Malerhandwerk haben wir die wichtigsten Informationen zu Anerkennung, Schweizer Berufsbezeichnungen und aktuellen Stellen unter Maler und Lackierer Jobs Schweiz zusammengefasst.
Stellenmeldepflicht 2026: Warum erscheinen manche Jobs später?
Offene Stellen in Berufsarten mit einer schweizweiten Arbeitslosenquote von mindestens 5 Prozent müssen zuerst dem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum gemeldet werden. 2026 arbeiten 10,8 Prozent der Erwerbstätigen in meldepflichtigen Berufsarten. Die grösste betroffene Gruppe sind Hilfsarbeitskräfte im Bau.
Auch verschiedene Allrounderfunktionen in Gartenbau, Gebäudetechnik, Holzindustrie, Logistik und Produktion sind betroffen.
Fünf Arbeitstage Informationsvorsprung
Während fünf Arbeitstagen ist eine meldepflichtige Stelle zunächst nur im geschützten Job-Room für registrierte Stellensuchende sichtbar. Erst nach Ablauf dieser Frist darf sie öffentlich ausgeschrieben werden. Deshalb können einzelne Stellen auf öffentlichen Jobplattformen später erscheinen.
Bist du beim RAV registriert, kannst du diesen Informations- und Bewerbungsvorsprung nutzen.
In welchen Branchen kannst du in der Schweiz arbeiten?
fachkraft.ch konzentriert sich auf praktische, handwerkliche und technische Berufe. Zu den wichtigsten Bereichen gehören:
- Malergewerbe: Maler, Malerpraktiker, Renovationen und Fassaden
- Schreinergewerbe: Schreiner, Montageschreiner, Bankschreiner und CNC Fachkräfte
- Holzbau: Zimmerleute, Holzbearbeiter und Holzbauarbeiter
- Elektrogewerbe: Elektroinstallateure, Montage-Elektriker und Servicemonteure
- Technische Industrie: Polymechaniker, Produktionsmechaniker, Automatiker und Betriebsmechaniker
- Metallbau: Metallbauer, Schweisser, Monteure und Anlagen- und Apparatebauer
- Gartenbau: Gärtner, Landschaftsgärtner und Kundengärtner
- Bauhauptgewerbe: Maurer, Strassenbauer, Schaler, Kranführer und Bauarbeiter
- Gebäudetechnik: Sanitärinstallateure, Heizungsinstallateure und Lüftungsanlagenbauer
- Logistik: Logistiker, Lagermitarbeitende, Kommissionierer und Staplerfahrer
Weitere Informationen findest du auf den Seiten Branchen und Jobs für Fachkräfte und Temporärarbeit für Handwerker.
Wie hoch ist der Lohn beim Arbeiten in der Schweiz?
Dein Lohn hängt von Beruf, Ausbildung, Berufserfahrung, Funktion, Arbeitsort, Arbeitgeber und Gesamtarbeitsvertrag ab. Ein allgemeiner Durchschnittslohn ist deshalb für einen Vergleich nur bedingt aussagekräftig.
Lohninformationen für Fachkräfte
Vergleiche die Löhne für deinen Beruf und deine Region. Auf fachkraft.ch findest du unter anderem folgende Lohninformationen:
Temporärlohn und GAV
Bei einer Temporärstelle können auf der Lohnabrechnung neben dem Basisstundenlohn auch Ferien, Feiertage und der Anteil des 13. Monatslohns separat ausgewiesen werden. Diese Bestandteile sind beim Vergleich von Stundenlöhnen zu berücksichtigen.
Bei passenden Einsätzen liegt die unverbindliche Lohnorientierung der Partnerbüros von fachkraft.ch rund CHF 3 bis CHF 6 über dem vollständigen GAV Mindeststundenwert. Dies ist keine Lohnzusage. Der tatsächliche Lohn wird für jede Stelle individuell festgelegt und hängt insbesondere von Qualifikation, Erfahrung, Einsatzbetrieb, Region und Nachfrage ab.
Jobs in der Schweiz nach Kanton
fachkraft.ch bietet Stellen in verschiedenen Regionen der Deutschschweiz. Dazu gehören:
Vergleiche neben dem angebotenen Lohn auch Arbeitsweg, Wohnkosten, Verkehrsverbindungen, Schichtzeiten und mögliche Montageeinsätze. Eine passende Stelle sollte sowohl fachlich als auch regional zu dir passen.
Temporärstelle, Try & Hire oder Festanstellung?
- Temporärstelle: Geeignet, wenn du schnell arbeiten, flexibel bleiben oder den Schweizer Arbeitsmarkt kennenlernen möchtest.
- Try & Hire: Geeignet, wenn du einen Arbeitgeber zunächst im Alltag kennenlernen möchtest und eine spätere Festanstellung möglich sein soll.
- Festanstellung: Geeignet, wenn du direkt eine langfristige Stelle suchst.
Bei einem Temporäreinsatz ist der Schweizer Verleihbetrieb dein rechtlicher Arbeitgeber. Du arbeitest im Einsatzbetrieb. Bei Try & Hire kann nach einem erfolgreichen Temporäreinsatz eine direkte Festanstellung entstehen.
Mehr dazu: Try & Hire in der Schweiz und Temporärarbeit in der Schweiz.
So bewirbst du dich aus dem Ausland für Jobs in der Schweiz
Du kannst dich bereits vor deinem Umzug bewerben. Damit die regionalen Partnerbüros dein Profil prüfen können, sollten Ausbildung, Berufserfahrung, Staatsangehörigkeit und mögliche Bewilligungen möglichst klar ersichtlich sein.
Diese Unterlagen und Angaben sind hilfreich
- Aktueller Lebenslauf und Arbeitszeugnisse
- Berufsabschluss, Diplome und Weiterbildungsnachweise
- Ausweise und berufliche Zertifikate
- Staatsangehörigkeit und aktueller Wohnort
- Vorhandene Schweizer Bewilligung, falls vorhanden
- Gewünschte Arbeitsregion und möglicher Stellenantritt
- Führerausweis und eigenes Fahrzeug
- Deutschkenntnisse
Umzug oder Grenzgängermodell?
Gib an, ob du in die Schweiz ziehen oder im Ausland wohnen bleiben möchtest. Als zukünftiger Grenzgänger solltest du zudem deinen Wohnort und die realistische tägliche oder wöchentliche Rückkehr erwähnen.
Berufserfahrung konkret beschreiben
Eine Berufsbezeichnung allein reicht oft nicht aus. Beschreibe deshalb, welche Arbeiten du selbstständig beherrschst. Relevant können beispielsweise CNC Drehen oder Fräsen, Maschinenprogrammierung, Schweissverfahren, Werkstattfertigung, Baustellenmontage, Neu- und Umbauten, Service, Unterhalt, Störungssuche, Kundenkontakt oder Teamleitung sein.
Deutschkenntnisse realistisch angeben
In der Deutschschweiz musst du Arbeitsanweisungen und Sicherheitsvorschriften verstehen können. Bei Kundenkontakt, Servicearbeiten oder Teamleitung werden häufig bessere Deutschkenntnisse benötigt als in Werkstatt, Produktion oder Lager.
Krankenversicherung, Unfallversicherung und Steuern
Krankenversicherung bei einem Umzug
Wenn du in die Schweiz ziehst und hier arbeitest, unterstehst du grundsätzlich der obligatorischen Krankenversicherung. Normalerweise hast du drei Monate Zeit, dich bei einer Schweizer Krankenkasse anzumelden.
Die Versicherungspflicht beginnt jedoch nicht erst nach Ablauf dieser Frist. Bei einem verspäteten Beitritt können ein Prämienzuschlag und weitere Nachteile entstehen.
Kurzfristige Arbeit im Meldeverfahren
Auch EU/EFTA Staatsangehörige, die höchstens drei Monate arbeiten und keine Aufenthaltsbewilligung benötigen, können ab Arbeitsbeginn der Schweizer Krankenversicherungspflicht unterstehen. Eine Ausnahme kann bei nachgewiesenem gleichwertigem privatem Versicherungsschutz für Behandlungen in der Schweiz bestehen.
Unfallversicherung
Arbeitnehmende sind über den Arbeitgeber gegen Berufsunfälle versichert. Wer mindestens acht Stunden pro Woche beim gleichen Arbeitgeber arbeitet, ist grundsätzlich auch gegen Nichtberufsunfälle versichert.
Quellensteuer
Ausländische Arbeitnehmende ohne Niederlassungsbewilligung C werden häufig über den Arbeitgeber quellenbesteuert. Die Höhe der Steuer hängt unter anderem von Wohnkanton, Zivilstand, Kindern, Konfession und Einkommen ab. Bei Grenzgängern sind die jeweils anwendbaren Doppelbesteuerungsabkommen zu beachten.
Checkliste vor dem ersten Arbeitstag in der Schweiz
- Arbeitsvertrag: Lohn, Arbeitszeit, Funktion, Arbeitsort, Beginn und Vertragsdauer prüfen.
- Meldeverfahren: Bei EU/EFTA Beschäftigung bis drei Monate die rechtzeitige Meldung durch den Arbeitgeber klären.
- Bewilligung: Je nach Wohnsitz und Vertragsdauer L, B oder G beantragen.
- Wohngemeinde: Bei einem Umzug innerhalb von 14 Tagen nach Ankunft und vor dem Stellenantritt anmelden.
- Berufsabschluss: Prüfen, ob eine Anerkennung oder Niveaubestätigung nötig ist.
- Krankenversicherung: Versicherungspflicht, Anschluss und allfällige Befreiung fristgerecht klären.
- Steuern: Quellensteuer und bei Grenzgängern das Doppelbesteuerungsabkommen berücksichtigen.
- Arbeitsweg: Unterkunft, Fahrzeit, öffentliche Verkehrsmittel oder eigenes Fahrzeug organisieren.
- Bankverbindung: Mit dem Arbeitgeber das Auszahlungskonto für den Lohn klären.
- Arbeitsausrüstung: Arbeitskleidung, Sicherheitsschuhe, Werkzeug und Schutzausrüstung absprechen.
Bearbeitungsdauer und Gebühren für Bewilligungen unterscheiden sich je nach Kanton und Situation. Reiche notwendige Unterlagen möglichst früh ein.
Persönliche Unterstützung durch regionale Partnerbüros
fachkraft.ch verbindet die Stellensuche mit persönlicher Beratung durch regionale Partnerbüros. Diese sind unter anderem in Zürich, Winterthur, Baden, Oftringen, Luzern, Sursee, Zug, St. Gallen und Frauenfeld vertreten.
Die eigenständigen Partnerbüros von STA, Stellentreff und Stellenpartner vermitteln Temporärstellen, Try & Hire Einsätze und Festanstellungen. Sie prüfen, welche Stellen zu deinem Beruf, deiner Erfahrung, deiner Bewilligung und deiner gewünschten Region passen.
Häufige Fragen zum Arbeiten in der Schweiz
Kann ich mich schon aus dem Ausland bewerben?
Ja. Du kannst deine Bewerbung vor dem Umzug einreichen. Ob ein Arbeitsantritt möglich ist, hängt unter anderem von Staatsangehörigkeit, Bewilligung und der konkreten Stelle ab.
Kann mich ein Schweizer Temporärbüro direkt aus dem Ausland einstellen?
EU/EFTA Staatsangehörige können grundsätzlich von einem entsprechend bewilligten Schweizer Verleihbetrieb rekrutiert werden. Für Drittstaatsangehörige gelten strengere Zulassungsvoraussetzungen.
Kann ich mit einer bestehenden B, L oder G Bewilligung temporär arbeiten?
Für EU/EFTA Staatsangehörige ist das grundsätzlich möglich. Bei Drittstaatsangehörigen müssen insbesondere die Auflagen zum Stellen- und Berufswechsel individuell geprüft werden.
Genügt eine deutsche Niederlassungserlaubnis, um in der Schweiz zu arbeiten?
Nein. Eine deutsche Aufenthalts- oder Niederlassungserlaubnis gewährt Drittstaatsangehörigen kein automatisches Schweizer Arbeitsrecht.
Kann eine Temporärstelle zu einer Festanstellung führen?
Ja. Bei guter Zusammenarbeit kann ein Einsatz verlängert oder in eine Festanstellung überführt werden. Try & Hire ist gezielt auf diese Möglichkeit ausgerichtet.
Kann ich mich ohne konkrete Stelle bewerben?
Ja. Du kannst deine Unterlagen allgemein einreichen. Anschliessend prüfen die regionalen Partnerbüros, welche aktuellen oder späteren Stellen zu deinem Profil passen.
Quellen und weiterführende Informationen
Zuletzt aktualisiert: 17. August 2026
Redaktion: fachkraft.ch
- SEM: Meldeverfahren für kurzfristige Erwerbstätigkeit
- SEM: EU/EFTA Bürgerinnen und Bürger in der Schweiz
- SEM: Grenzgängerbewilligung G EU/EFTA
- SEM: Arbeiten in der Schweiz für Drittstaatsangehörige
- Bundesrat: Volle Personenfreizügigkeit mit Kroatien 2026
- Bundesrat: Drittstaaten- und UK-Kontingente 2026
- SECO: Personal international beschäftigen
- arbeit.swiss: Stellenmeldepflicht 2026
- SBFI: Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen
- BAG: Krankenversicherung und Versicherungspflicht
- BAG: Krankenversicherung für Grenzgänger
- ESTV: Doppelbesteuerung Schweiz und Deutschland
- fachkraft.ch: Temporärarbeit in der Schweiz
- fachkraft.ch: Temporärarbeit für Handwerker
- fachkraft.ch: Temporärlohn Schweiz
Dieser Beitrag bietet eine allgemeine Orientierung. Die endgültige Bewilligung erteilen die zuständigen kantonalen Behörden. Steuerliche und versicherungsrechtliche Regeln können je nach persönlicher Situation abweichen.
Jetzt einen Job in der Schweiz finden
Prüfe, welche Bewilligung für dich gilt, und bewirb dich für passende Stellen. Die regionalen Partnerbüros unterstützen dich bei der Suche nach Temporärstellen, Try & Hire Einsätzen und Festanstellungen.

