Malergewerbe Schweiz: Beruf, Ausbildung und Jobs

Das Malergewerbe in der Schweiz verbindet handwerkliches Können, Oberflächentechnik und Gestaltung. Malerinnen und Maler bereiten Untergründe vor, beschichten Wände, Decken und Fassaden, führen Renovationen aus und sorgen dafür, dass Oberflächen geschützt, sauber und optisch ansprechend sind.

Je nach Betrieb reicht der Arbeitsalltag von Neubau und Umbau über Kundenmalerei und Fassadenarbeiten bis zu Tapezier-, Spritz-, Lackier- und Dekorationsarbeiten. Dadurch entstehen unterschiedliche Jobprofile für Maler EFZ, Malerpraktiker EBA sowie erfahrene Fachkräfte mit Spezialisierungen oder zusätzlicher Verantwortung.

Aktuelle Maler Jobs in der Schweiz
Aktuelle Temporärstellen, Try-and-Hire-Einsätze und Dauerstellen im Malergewerbe entdecken.

Malergewerbe Schweiz auf einen Blick

Berufsabschluss EFZMalerin oder Maler EFZ, Ausbildungsdauer drei Jahre
Berufsabschluss EBAMalerpraktikerin oder Malerpraktiker EBA, Ausbildungsdauer zwei Jahre
Typische TätigkeitenUntergrundvorbereitung, Streichen, Rollen, Spritzen, Tapezieren, Lackieren und dekorative Arbeiten
ArbeitsbereicheInnenausbau, Fassaden, Neubau, Umbau, Renovation, Sanierung und Kundenmalerei
Typische JobprofileKundenmaler, Maler für Neu- und Umbau, Renovationsmaler, Fassadenarbeiten und Spritzarbeiten
AnstellungsformenTemporärstelle, Try and Hire und direkte Dauerstelle
WeiterbildungBaustellenleitung, Projektleitung Farbe, Malermeister und weitere Spezialisierungen

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Was gehört zum Malergewerbe?

Zum Malergewerbe gehören die Vorbereitung, Gestaltung, Beschichtung, Renovation und Instandhaltung von Oberflächen an Gebäuden und Bauteilen.

Die Tätigkeiten können sich je nach Betrieb deutlich unterscheiden. Während ein Kundenmaler häufig kleinere Aufträge bei Privatkundschaft selbstständig ausführt, arbeitet eine andere Fachkraft hauptsächlich auf Neubauten, bei Fassadensanierungen oder grösseren Renovationsprojekten.

Typische Bereiche sind:

  • Innenanstriche
  • Fassadenarbeiten
  • Neubauten
  • Umbauten
  • Renovationen
  • Sanierungen
  • Kundenmalerei
  • Tapezierarbeiten
  • Lackierarbeiten
  • Spritzarbeiten
  • dekorative Oberflächen
  • Unterhalts- und Ausbesserungsarbeiten

Was macht ein Maler oder eine Malerin?

Malerinnen und Maler gestalten und schützen Oberflächen. Bevor Farbe aufgetragen werden kann, muss der vorhandene Untergrund beurteilt und sorgfältig vorbereitet werden.

Zu den typischen Arbeiten gehören:

  • Baustelle oder Arbeitsbereich vorbereiten
  • Böden, Fenster, Möbel und weitere Bauteile abdecken und schützen
  • alte Beschichtungen und Tapeten entfernen
  • Untergründe reinigen und prüfen
  • Risse und Unebenheiten ausbessern
  • Flächen spachteln, schleifen und grundieren
  • Farben und Materialien vorbereiten
  • Wände und Decken streichen oder rollen
  • Beschichtungen mit Spritzgeräten auftragen
  • Fassaden bearbeiten und beschichten
  • Tapeten und weitere Wandbeläge anbringen
  • Lackierarbeiten ausführen
  • dekorative Oberflächen gestalten
  • Ausbesserungs- und Unterhaltsarbeiten erledigen
  • Arbeitsplatz reinigen und Material fachgerecht entsorgen

Ein hochwertiges Ergebnis hängt deshalb nicht nur vom letzten Farbanstrich ab. Die Vorbereitung des Untergrunds ist ein wesentlicher Teil professioneller Malerarbeit.

Arbeitsbereiche im Malergewerbe

Innenarbeiten

Bei Innenarbeiten werden Wände, Decken und weitere Flächen vorbereitet und beschichtet. Die Arbeiten finden beispielsweise in Wohnungen, Einfamilienhäusern, Büros, Schulen, Gewerberäumen und öffentlichen Gebäuden statt.

Besonders bei bewohnten Objekten sind sauberes Arbeiten, sorgfältiges Abdecken und ein professioneller Umgang mit der Kundschaft wichtig.

Kundenmalerei

Kundenmaler arbeiten häufig selbstständig bei Privatkundschaft, Verwaltungen oder kleineren Gewerbekunden. Neben der fachlichen Ausführung spielen Organisation und Kommunikation eine wichtige Rolle.

Typische Aufgaben können sein:

  • kleinere Renovationen und Ausbesserungen
  • Maler- und Tapezierarbeiten
  • Farb- und Materialberatung
  • Organisation von Material und Werkzeug
  • Aufmass und Rapportierung
  • direkter Kontakt mit Kundschaft und Verwaltung

Für solche Stellen werden deshalb häufig breite Berufserfahrung, selbstständiges Arbeiten und ein sicheres Auftreten erwartet.

Neubau und Umbau

Auf Neu- und Umbauten arbeiten Maler häufig mit anderen Baugewerken zusammen. Arbeitsabläufe und Termine müssen deshalb mit dem Baufortschritt abgestimmt werden.

Zu den Arbeiten gehören Untergrundvorbereitung, Grundierung, Anstriche, Spritzarbeiten, Lackierungen und abschliessende Ausbesserungen.

Renovation und Sanierung

Bei Renovationen müssen bestehende Oberflächen zuerst beurteilt werden. Alte Beschichtungen, Risse, Verschmutzungen oder beschädigte Bereiche können zusätzliche Vorarbeiten erforderlich machen.

Erfahrene Fachkräfte müssen entscheiden können, welche Vorbereitung und welcher Beschichtungsaufbau für den jeweiligen Untergrund geeignet sind.

Fassadenarbeiten

An Fassaden verbindet Malerarbeit Gestaltung mit dem Schutz der Gebäudeoberfläche.

Je nach Auftrag werden Fassaden gereinigt, vorbereitet, grundiert und neu beschichtet. Die Tätigkeit kann Arbeiten auf Gerüsten oder anderen geeigneten Arbeitsplattformen umfassen.

Spritz-, Lackier- und Dekorationsarbeiten

Neben Pinsel und Rolle kommen im Malergewerbe auch Spritzverfahren zum Einsatz. Sie eignen sich je nach Material und Auftrag für unterschiedliche Flächen und Bauteile.

Weitere Spezialisierungen sind Lackierarbeiten sowie dekorative Wand- und Oberflächengestaltungen.

Jobprofile im Malergewerbe

Stelleninserate verwenden neben den offiziellen Berufsabschlüssen verschiedene Tätigkeitsbezeichnungen. Diese sind nicht zwingend eigenständige Ausbildungsabschlüsse. Sie zeigen vielmehr, welche Aufgaben bei der jeweiligen Stelle im Mittelpunkt stehen.

JobprofilTypische AufgabenWichtige Kenntnisse
KundenmalerKleinere Aufträge, Renovationen, Ausbesserungen und Malerarbeiten direkt bei Privat- und GeschäftskundschaftBreite Berufserfahrung, selbstständiges Arbeiten, Kundenkontakt und Organisation
Maler Neu- und UmbauUntergründe vorbereiten, Wände und Decken beschichten und Arbeiten im Bauablauf ausführenBaustellenerfahrung, effiziente Arbeitsweise, verschiedene Beschichtungssysteme und Teamarbeit
Renovation und SanierungAlte Untergründe beurteilen, vorbereiten, ausbessern und neu beschichtenUntergrundkenntnisse, Spachtel- und Schleifarbeiten sowie selbstständige Problemlösung
FassadenarbeitenAussenflächen vorbereiten, grundieren, beschichten und ausbessernFassadenkenntnisse, Witterungseinflüsse, sicheres Arbeiten und saubere Ausführung
Spritz- und LackierarbeitenBeschichtungen mit Spritzverfahren auftragen und Bauteile fachgerecht lackierenMaterialkenntnisse, Geräteeinstellung, saubere Vorbereitung und gleichmässiger Auftrag
Malerpraktiker EBAArbeitsbereiche schützen, Untergründe vorbereiten sowie Farben und Lacke mit Pinsel, Rolle oder Spritzgerät auftragenPraktisches Geschick, sorgfältige Ausführung und sichere Anwendung der grundlegenden Arbeitstechniken
BaustellenleitungArbeitsabläufe organisieren, Mitarbeitende koordinieren, Material disponieren und Ausführung kontrollierenBerufserfahrung, Organisation, Mitarbeiterführung, Kommunikation und Fachwissen

Warum ist die Untergrundvorbereitung so wichtig?

Eine Malerarbeit ist nur so gut wie der vorbereitete Untergrund. Deshalb gehört die Beurteilung der vorhandenen Oberfläche zu den wichtigsten Facharbeiten im Malerberuf.

Vor dem Beschichten können je nach Zustand mehrere Arbeitsschritte notwendig sein:

  • Oberfläche reinigen
  • lose Altbeschichtungen entfernen
  • Tapeten ablösen
  • Risse und Löcher ausbessern
  • Unebenheiten spachteln
  • Flächen schleifen und entstauben
  • geeignete Grundierung auftragen
  • Verträglichkeit von Untergrund und Beschichtung prüfen

Gerade bei Renovationen sind Erfahrung und Materialkenntnisse wichtig, weil die vorhandenen Untergründe sehr unterschiedlich sein können.

Farben, Materialien und Arbeitstechniken

Im Malergewerbe kommen je nach Untergrund, Auftrag und gewünschtem Ergebnis unterschiedliche Materialien und Verarbeitungstechniken zum Einsatz.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Dispersions- und weitere Wandbeschichtungen
  • Lacke
  • Grundierungen
  • Spachtelmassen
  • Tapeten und Wandbeläge
  • Fassadenbeschichtungen
  • dekorative Materialien
  • Pinsel und Rollen
  • Spritzgeräte
  • Schleif- und Bearbeitungswerkzeuge

Fachkräfte müssen Materialien korrekt auswählen, vorbereiten und verarbeiten. Gleichzeitig beeinflussen Untergrund, Raumklima, Witterung und gewünschtes Finish den Arbeitsaufbau.

Bei einer Bewerbung lohnt es sich deshalb, vorhandene Erfahrungen mit bestimmten Techniken und Arbeiten konkret zu nennen.

Ausbildung im Malergewerbe in der Schweiz

Malerin oder Maler EFZ

Die berufliche Grundbildung als Malerin oder Maler EFZ dauert drei Jahre. Die praktische Ausbildung findet im Lehrbetrieb statt und wird durch Berufsfachschule sowie überbetriebliche Kurse ergänzt.

Zu den Ausbildungsinhalten gehören insbesondere:

  • Arbeiten planen und vorbereiten
  • Arbeitsplätze einrichten
  • Untergründe beurteilen und vorbehandeln
  • Oberflächen beschichten
  • Materialien fachgerecht einsetzen
  • dekorieren und gestalten
  • berufliche Berechnungen durchführen
  • Arbeitssicherheit beachten
  • Gesundheits- und Umweltschutz berücksichtigen

Malerpraktikerin oder Malerpraktiker EBA

Die Grundbildung als Malerpraktikerin oder Malerpraktiker EBA dauert zwei Jahre und ist praxisorientiert aufgebaut.

Zu den typischen Ausbildungsinhalten gehören:

  • Arbeitsbereiche einrichten und schützen
  • alte Beschichtungen entfernen
  • Untergründe reinigen und vorbereiten
  • Löcher und Risse ausbessern
  • Farben mischen
  • Farben und Lacke mit Pinsel, Rolle oder Spritzgerät auftragen
  • Wandbeläge anbringen
  • Arbeitsplatz und Werkzeuge reinigen

Nach einem erfolgreichen EBA-Abschluss kann in der Regel eine verkürzte Ausbildung als Malerin oder Maler EFZ angeschlossen werden.

EFZ und EBA im Vergleich

MerkmalMaler/in EFZMalerpraktiker/in EBA
AusbildungsdauerDrei JahreZwei Jahre
AbschlussEidgenössisches FähigkeitszeugnisEidgenössisches Berufsattest
AusrichtungBreite Fachausbildung mit Planung, Untergrundbehandlung, Beschichtung und GestaltungPraxisorientierte Ausführung grundlegender Malerarbeiten
Weiterer WegBerufspraxis, Spezialisierung und höhere BerufsbildungBerufseinstieg oder in der Regel verkürzte EFZ-Ausbildung

Anforderungen und Arbeitssicherheit im Malerberuf

Malerarbeit verlangt mehr als ein gutes Auge für Farben. Je nach Tätigkeit sind handwerkliche, körperliche und persönliche Fähigkeiten entscheidend.

  • manuelles Geschick
  • saubere und präzise Arbeitsweise
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • Sinn für Farben und Gestaltung
  • technisches Verständnis
  • Flair für Zahlen und Masse
  • körperliche Widerstandsfähigkeit
  • Teamfähigkeit
  • Zuverlässigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein

Je nach Arbeitsplatz kommen weitere Anforderungen hinzu. Fassadenarbeiten können beispielsweise Schwindelfreiheit voraussetzen. Bei Kundenmalerstellen sind selbstständiges Arbeiten, Kommunikation und ein freundliches Auftreten besonders wichtig.

Für wechselnde Baustellen und Kundenaufträge ist ein Führerausweis der Kategorie B bei vielen Stellen von Vorteil oder Voraussetzung.

Sicher arbeiten

Malerinnen und Maler arbeiten je nach Auftrag auf Baustellen, Leitern, Gerüsten, in bewohnten Räumen oder in Bereichen mit Staub und Beschichtungsmaterialien.

Daher müssen Schutzmassnahmen, Herstellerangaben und betriebliche Sicherheitsvorgaben eingehalten werden. Dazu gehören je nach Arbeit beispielsweise geeignete Arbeitskleidung, Handschuhe, Schutzbrille, Atemschutz und Sicherungsmassnahmen bei Arbeiten in der Höhe.

Maler Jobs und Anstellungsformen

Auf fachkraft.ch findest du verschiedene Anstellungsformen im Malergewerbe.

StellenartGeeignet, wenn du
Temporärstellekurzfristig arbeiten, verschiedene Betriebe kennenlernen oder flexibel bleiben möchtest
Try and Hirezunächst temporär beginnen und bei guter Zusammenarbeit später direkt angestellt werden möchtest
Dauerstellevon Beginn an eine langfristige direkte Anstellung in einem Malerbetrieb suchst

Ist aktuell keine passende Stelle ausgeschrieben, kannst du deine Unterlagen allgemein einreichen. Nenne dabei möglichst konkret, welche Arbeiten du selbstständig beherrschst und ob du beispielsweise Erfahrung in Kundenmalerei, Neubau, Renovation, Fassadenarbeit, Spritztechnik oder Tapezieren mitbringst.

Wie vergleichst du eine Malerstelle richtig?

Zwei Stellen mit der Bezeichnung Maler können einen sehr unterschiedlichen Arbeitsalltag bieten. Deshalb lohnt es sich, die tatsächlichen Aufgaben und Rahmenbedingungen genau zu vergleichen.

BereichWichtige Fragen
AufträgeArbeitest du hauptsächlich bei Privatkunden, auf Neubauten oder an grösseren Renovationsprojekten?
Innen oder AussenWie verteilen sich Innenarbeiten und Fassadenarbeiten?
TechnikenWerden hauptsächlich Pinsel und Rolle eingesetzt oder gehören auch Spritz-, Lackier- und Tapezierarbeiten dazu?
SelbstständigkeitFührst du Aufträge selbstständig aus oder arbeitest du innerhalb einer grösseren Equipe?
KundenkontaktBerätst du Kundschaft, organisierst du Material oder führst du Rapporte und Ausmasse?
MobilitätSind wechselnde Baustellen vorgesehen und wird ein Führerausweis benötigt?
LohnWie hoch sind Grundlohn, Zulagen, Spesen und der 13. Monatslohn?
EntwicklungKannst du später Baustellen-, Projekt- oder Teamverantwortung übernehmen?

Lohn im Malergewerbe in der Schweiz

Der Malerlohn hängt von Ausbildung, Berufserfahrung, Tätigkeit, Funktion, Arbeitsregion, Arbeitgeber und anwendbarem Gesamtarbeitsvertrag ab.

Neben der Anzahl Berufsjahre ist entscheidend, welche Arbeiten eine Fachkraft selbstständig ausführen kann. Ein erfahrener Kundenmaler mit eigenständiger Auftragsabwicklung kann beispielsweise ein anderes Profil haben als eine Person, die hauptsächlich innerhalb einer grösseren Baustellenequipe arbeitet.

Auch zusätzliche Verantwortung in Baustellenorganisation und Mitarbeiterführung kann sich auf Funktion und Lohn auswirken.

Aktuelle Durchschnittslöhne, GAV-Mindestlöhne, Erfahrungsstufen sowie Monats- und Stundenlöhne sind auf der eigenen Lohnseite zusammengefasst.

Weiterbildung und Karriere im Malergewerbe

Nach der beruflichen Grundbildung können sich Malerinnen und Maler sowohl fachlich als auch in Richtung Baustellenleitung, Projektleitung und Unternehmensführung weiterentwickeln.

Mögliche Entwicklungsschritte sind unter anderem:

  • Spezialisierung in Kundenmalerei
  • Spezialisierung auf Fassaden und Renovationen
  • Weiterbildung in dekorativen Techniken
  • Baustellenleiterin oder Baustellenleiter SMGV/FREPP
  • Projektleiterin oder Projektleiter Farbe mit eidgenössischem Fachausweis
  • Dekorationsmalerin oder Dekorationsmaler SMGV
  • Malermeisterin oder Malermeister mit eidgenössischem Diplom
  • Weiterbildungen im nachhaltigen Bauen oder Bautenschutz
  • Selbstständigkeit mit einem eigenen Malerbetrieb

Baustellenleiter im Malergewerbe

Baustellenleiter organisieren die Malerarbeiten auf einer Baustelle. Sie planen Arbeitsabläufe, koordinieren Mitarbeitende und Material und sorgen für eine fachgerechte und termingerechte Ausführung.

Gleichzeitig bleiben sie je nach Funktion selbst praktisch im Malerhandwerk tätig.

Projektleiter Farbe

Mit zunehmender Qualifikation verschiebt sich der Schwerpunkt stärker in Richtung Auftragsplanung, Kundenberatung, Organisation, Kalkulation und Projektbegleitung.

Die Weiterbildung Projektleiterin oder Projektleiter Farbe führt zu einem eidgenössischen Fachausweis.

Malermeister

Malermeisterinnen und Malermeister übernehmen umfassende Fach-, Führungs- und Unternehmensaufgaben. Dazu können Personalführung, Kalkulation, Kundenberatung, Auftragsabwicklung, Finanzen und Unternehmensführung gehören.

Was ist der Unterschied zwischen Maler und Gipser?

Malerinnen und Maler konzentrieren sich hauptsächlich auf die Vorbereitung, Beschichtung, Gestaltung und Renovation von Oberflächen.

Gipserinnen und Gipser beziehungsweise Gipser-Trockenbauer arbeiten stärker an Verputzen, Trockenbaukonstruktionen, Dämmungen sowie dem Aufbau und der Gestaltung von Wänden und Decken.

MalerGipser-Trockenbauer
Untergründe vorbereiten und beschichtenVerputze und Trockenbaukonstruktionen erstellen
Streichen, Rollen, Spritzen und TapezierenWände und Decken aufbauen, verputzen und bearbeiten
Farbe, Schutz und OberflächengestaltungUntergrundaufbau, Dämmung und Trockenbau

Auf Umbauten und Renovationen arbeiten beide Berufe häufig am gleichen Gebäude und ihre Arbeiten bauen teilweise aufeinander auf.

Passende Ratgeber für Malerinnen und Maler

Häufige Fragen zum Malergewerbe Schweiz

Was gehört zum Malergewerbe?

Zum Malergewerbe gehören unter anderem Innenanstriche, Fassadenarbeiten, Neubau, Umbau, Renovationen, Sanierungen, Kundenmalerei, Tapezierarbeiten sowie Spritz- und Lackierarbeiten.

Was macht ein Maler genau?

Malerinnen und Maler bereiten Untergründe vor und behandeln Oberflächen mit Farben, Lacken und weiteren Beschichtungen. Sie arbeiten unter anderem an Wänden, Decken, Fassaden und verschiedenen Bauteilen.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Maler EFZ?

Die berufliche Grundbildung als Malerin oder Maler EFZ dauert drei Jahre.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Malerpraktiker EBA?

Die Ausbildung als Malerpraktikerin oder Malerpraktiker EBA dauert zwei Jahre.

Kann man nach dem EBA noch das Maler EFZ machen?

Ja. Nach erfolgreichem Abschluss als Malerpraktikerin oder Malerpraktiker EBA kann in der Regel eine verkürzte Ausbildung als Malerin oder Maler EFZ angeschlossen werden.

Was ist ein Kundenmaler?

Als Kundenmaler werden häufig erfahrene Fachkräfte bezeichnet, die selbstständig kleinere Maler- und Renovationsaufträge bei Privatkundschaft, Verwaltungen oder Gewerbekunden ausführen.

Was ist bei einer Kundenmalerstelle besonders wichtig?

Neben den fachlichen Malerarbeiten spielen Selbstständigkeit, saubere Arbeitsweise, Organisation und ein professioneller Kundenkontakt eine wichtige Rolle. Je nach Stelle wird auch ein Führerausweis benötigt.

Welche Arbeiten gehören zur Untergrundvorbereitung?

Dazu können Reinigen, Entfernen alter Beschichtungen, Spachteln, Schleifen, Ausbessern von Schäden und Grundieren gehören. Welche Schritte nötig sind, hängt vom jeweiligen Untergrund ab.

Arbeitet ein Maler nur mit Pinsel und Rolle?

Nein. Je nach Betrieb und Auftrag gehören auch Spritzarbeiten, Lackieren, Tapezieren und dekorative Techniken zum Berufsalltag.

Wie hoch ist der Maler Lohn in der Schweiz?

Der Lohn hängt von Ausbildung, Berufserfahrung, Funktion, Region und Arbeitgeber ab. Bei unterstellten Arbeitsverhältnissen sind ausserdem die Vorgaben des entsprechenden Gesamtarbeitsvertrags relevant.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Maler?

Mögliche Karrierewege führen unter anderem zur Baustellenleitung, zum eidgenössischen Fachausweis als Projektleiterin oder Projektleiter Farbe und zur höheren Fachprüfung als Malermeisterin oder Malermeister.

Welche Stellenarten gibt es im Malergewerbe?

Je nach Unternehmen und Personalbedarf findest du Temporärstellen, Try-and-Hire-Einsätze und direkte Dauerstellen.

Wo finde ich aktuelle Maler Jobs?

Auf fachkraft.ch findest du Malerstellen in verschiedenen Regionen der Schweiz, darunter Stellen für Innen- und Aussenarbeiten, Kundenmalerei, Renovationen und weitere Tätigkeitsbereiche.

Offizielle Informationen zur Ausbildung und Weiterbildung

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Zuletzt aktualisiert: 18. August 2026
Redaktion: fachkraft.ch