Logistikbranche Schweiz: Beruf, Ausbildung und Jobs

Die Logistikbranche in der Schweiz sorgt dafür, dass Waren, Materialien und Produkte zuverlässig angenommen, gelagert, kommissioniert, transportiert und bereitgestellt werden. Logistikerinnen und Logistiker arbeiten unter anderem in Industrieunternehmen, Warenlagern, Verteilzentren, Handelsbetrieben und Distributionsunternehmen.

Je nach Arbeitsplatz reicht der Berufsalltag von Wareneingang und Lagerbewirtschaftung über Kommissionierung, Staplerarbeiten und Versand bis zur Produktionsversorgung, digitalen Warenbuchungen und Koordination von Materialflüssen. Dadurch entstehen unterschiedliche Jobprofile für Logistiker EFZ, Logistiker EBA sowie erfahrene Fachkräfte mit zusätzlicher Prozess- oder Führungsverantwortung.

Aktuelle Logistik Jobs in der Schweiz
Aktuelle Temporärstellen, Try-and-Hire-Einsätze und Dauerstellen in Lager, Warenfluss und Logistik entdecken.

Logistikbranche Schweiz auf einen Blick

Logistiker/in EFZDreijährige berufliche Grundbildung
EFZ-FachrichtungenDistribution und Lager
Logistiker/in EBAPraxisorientierte zweijährige berufliche Grundbildung
Typische BereicheWareneingang, Lager, Kommissionierung, Versand, Distribution, Produktionslogistik und Materialfluss
Digitale SystemeScanner, Lagerverwaltungssysteme, ERP-Systeme und digitale Bestandsführung
ArbeitsmittelFlurförderfahrzeuge, Stapler, Hubwagen, Fördertechnik und weitere Umschlagmittel
AnstellungsformenTemporärstelle, Try and Hire und direkte Dauerstelle

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Was gehört zur Logistikbranche?

Zur Logistik gehören alle Prozesse, die notwendig sind, um Waren und Materialien anzunehmen, zu kontrollieren, zu lagern, bereitzustellen und weiterzugeben.

Je nach Unternehmen findet Logistik innerhalb eines Produktionsbetriebs, in einem zentralen Warenlager, in einem Distributionszentrum oder an einem Umschlagplatz statt.

Typische Bereiche sind:

  • Wareneingang
  • Warenausgang
  • Lagerbewirtschaftung
  • Kommissionierung
  • Verpackung
  • Versand
  • Verladung
  • Distribution
  • Produktionslogistik
  • interne Materialversorgung
  • Bestandskontrolle und Inventur
  • Retouren
  • Transportvorbereitung
  • digitale Warenwirtschaft

Wie der Arbeitsalltag aussieht, hängt stark vom Betrieb und den gelagerten beziehungsweise transportierten Gütern ab. Lebensmittel, technische Bauteile, Ersatzteile oder andere Produkte stellen unterschiedliche Anforderungen an Lagerung, Kontrolle und Versand.

Was macht ein Logistiker oder eine Logistikerin?

Logistikerinnen und Logistiker sorgen dafür, dass Güter innerhalb eines Betriebs oder zwischen verschiedenen Standorten zuverlässig bewegt und dokumentiert werden.

Zu den typischen Aufgaben gehören:

  • Lieferungen entgegennehmen
  • Lieferpapiere kontrollieren
  • Waren auf Menge und Zustand prüfen
  • Warenbewegungen im System erfassen
  • Güter fachgerecht einlagern
  • Lagerplätze verwalten
  • Bestände kontrollieren
  • Aufträge kommissionieren
  • Waren verpacken und beschriften
  • Versandunterlagen vorbereiten
  • Waren für Transporte bereitstellen
  • Lastwagen und andere Transportmittel be- und entladen
  • Transportgüter sichern
  • interne Transporte durchführen
  • Produktion mit Material versorgen
  • Retouren bearbeiten
  • bei Inventuren mitarbeiten
  • Lagerordnung und Arbeitssicherheit gewährleisten

Der Beruf verbindet praktische Arbeit mit Organisation, digitalen Systemen und Verantwortung für einen korrekten Warenfluss.

Arbeitsbereiche in der Logistik

Lagerlogistik

In der Lagerlogistik stehen Einlagerung, Lagerplatzverwaltung, Kommissionierung und Bestandskontrolle im Mittelpunkt.

Logistiker müssen wissen, wo sich bestimmte Produkte befinden, wie sie fachgerecht gelagert werden und wie Bestellungen möglichst effizient zusammengestellt werden können.

Wareneingang

Im Wareneingang werden Lieferungen entgegengenommen und kontrolliert. Je nach Betrieb werden Lieferpapiere, Mengen, Artikelnummern, Chargen und der Zustand der Ware geprüft.

Anschliessend werden die Güter im Lagerverwaltungssystem erfasst und an den vorgesehenen Lagerplatz gebracht.

Kommissionierung

Beim Kommissionieren werden Waren gemäss Auftrag zusammengestellt.

Dabei sind Genauigkeit und Tempo besonders wichtig. Falsche Artikel oder Mengen können den weiteren Versand oder die Produktion verzögern.

Je nach Lager kommen Papierlisten, Handscanner, mobile Datenerfassung oder andere digitale Kommissioniersysteme zum Einsatz.

Warenausgang und Versand

Im Warenausgang werden fertig kommissionierte Waren kontrolliert, verpackt und für den Transport bereitgestellt.

Je nach Aufgabe gehören auch Versandpapiere, Etikettierung, Verladung und Ladungssicherung dazu.

Distribution

Distribution umfasst die Vorbereitung und Verteilung von Sendungen und Gütern. Bei Logistikerinnen und Logistikern EFZ ist Distribution eine eigene Fachrichtung.

Je nach Arbeitgeber können Sortierung, Tourenvorbereitung, Verladung, Zustellung und direkter Kundenkontakt zum Arbeitsalltag gehören.

Produktionslogistik

Industriebetriebe benötigen Material und Bauteile zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Arbeitsplatz. Die Produktionslogistik stellt diese Versorgung sicher.

Logistiker lagern beispielsweise Rohmaterial ein, kommissionieren Produktionsaufträge und bringen Material zu Montagelinien, Fertigungsmaschinen oder anderen Produktionsbereichen.

Jobprofile in der Logistik

Die Berufsbezeichnung Logistiker beschreibt den tatsächlichen Arbeitsplatz nur teilweise. Deshalb lohnt es sich, bei Stellenangeboten den konkreten Schwerpunkt zu prüfen.

JobprofilTypische AufgabenWichtige Kenntnisse
WareneingangLieferungen annehmen, Dokumente und Waren kontrollieren, Buchungen durchführen und Güter einlagernWarenkontrolle, ERP-Systeme, Scanner, Lagerorganisation und sorgfältige Dokumentation
KommissionierungBestellungen zusammenstellen, Mengen kontrollieren und Waren für Versand oder Produktion bereitstellenGenauigkeit, Tempo, Scanner und Kenntnisse der Lagerorganisation
Versand und WarenausgangWaren verpacken, Versand vorbereiten, Transportmittel beladen und Ladung sichernVerpackung, Versandabläufe, Ladungssicherung und Transportvorbereitung
ProduktionslogistikMaterial für Produktion und Montage bereitstellen und interne Transporte organisierenMaterialfluss, Produktionsabläufe, ERP-Systeme und Flurförderfahrzeuge
Staplerfahrer und LagerlogistikPaletten ein- und auslagern, Lastwagen be- und entladen sowie interne Transporte durchführenSicherer Umgang mit Flurförderfahrzeugen, Lagerordnung und Arbeitssicherheit
Technische LagerlogistikRohmaterial, Ersatzteile oder technische Komponenten kontrollieren, lagern und bereitstellenMaterialkenntnisse, Artikelverwaltung, ERP, Chargen und genaue Warenkontrolle
Teamleitung LogistikMitarbeitende koordinieren, Materialfluss sicherstellen, Abläufe organisieren und Prozesse verbessernBreite Logistikerfahrung, Organisation, Kommunikation, Qualität und Führung

Vom Wareneingang bis zum Versand

Eine gut organisierte Logistik besteht aus mehreren aufeinander abgestimmten Arbeitsschritten.

  1. Eine Lieferung trifft im Betrieb ein.
  2. Die Waren werden entladen und kontrolliert.
  3. Die Lieferung wird im System erfasst.
  4. Die Produkte werden dem richtigen Lagerplatz zugeordnet.
  5. Bei einem Auftrag werden die benötigten Waren kommissioniert.
  6. Die Waren werden kontrolliert und verpackt.
  7. Versand- und Transportinformationen werden erstellt.
  8. Die Güter werden bereitgestellt, verladen und transportiert.

Je nach Betrieb übernehmen einzelne Mitarbeitende nur bestimmte Schritte oder begleiten einen grossen Teil des gesamten Warenflusses.

Produktionslogistik und interner Materialfluss

In Industrieunternehmen arbeitet die Logistik eng mit Produktion, Montage und Einkauf zusammen.

Eine Produktionslinie benötigt das richtige Material zum richtigen Zeitpunkt. Gleichzeitig müssen fertige Produkte und Zwischenlager organisiert werden.

Typische Tätigkeiten sind:

  • Rohmaterial einlagern
  • Produktionsaufträge kommissionieren
  • Material für Baugruppen bereitstellen
  • Montagelinien versorgen
  • interne Transporte durchführen
  • Leergebinde und Ladungsträger bewirtschaften
  • Materialbewegungen digital buchen
  • Bestände kontrollieren
  • Rückmeldungen aus der Produktion verarbeiten

Erfahrung in einem Industrieunternehmen kann deshalb bei Stellen in der Produktionslogistik besonders relevant sein.

ERP, Scanner und digitale Lagerprozesse

Moderne Logistik verbindet praktische Warenbewegung mit digitalen Informationen. Eine physische Materialbewegung muss deshalb häufig gleichzeitig im IT-System korrekt dokumentiert werden.

Je nach Betrieb kommen unter anderem folgende Systeme und Hilfsmittel zum Einsatz:

  • ERP-Systeme
  • Lagerverwaltungssysteme
  • SAP
  • mobile Datenerfassung
  • Barcodescanner
  • digitale Lagerplatzverwaltung
  • elektronische Bestandskontrolle
  • digitale Versand- und Auftragsinformationen

Bei einer Bewerbung solltest du nicht nur «PC-Kenntnisse» angeben. Nenne möglichst konkret, mit welchen ERP- oder Lagerverwaltungssystemen du bereits gearbeitet hast.

Stapler und Flurförderfahrzeuge

In vielen Lager- und Produktionsbetrieben werden Güter mit Flurförderfahrzeugen bewegt.

Je nach Arbeitsplatz kommen beispielsweise Stapler, Deichselgeräte, Hubwagen und weitere Transportmittel zum Einsatz.

Typische Arbeiten sind:

  • Lastwagen be- und entladen
  • Paletten transportieren
  • Waren in Regalen ein- und auslagern
  • Material für die Produktion bereitstellen
  • interne Transporte durchführen
  • Waren sicher für den Transport vorbereiten

Bei vielen Logistikstellen ist ein gültiger Staplerausweis wichtig oder ausdrücklich Voraussetzung. In der Bewerbung solltest du deshalb vorhandene Berechtigungen und praktische Erfahrung mit den jeweiligen Fahrzeugtypen aufführen.

Ausbildung in der Logistikbranche Schweiz

Logistikerin oder Logistiker EFZ

Die berufliche Grundbildung als Logistikerin oder Logistiker EFZ dauert drei Jahre.

Es gibt zwei Fachrichtungen:

  • Distribution
  • Lager

Gemeinsame Ausbildungsinhalte sind unter anderem:

  • Logistikaufträge organisieren
  • Arbeitsmittel kontrollieren und bereitstellen
  • Güter entgegennehmen
  • Waren abladen und kontrollieren
  • Güter umschlagen und einlagern
  • Lagerbestände bewirtschaften
  • Waren kommissionieren
  • Transporte vorbereiten
  • Güter verladen und sichern
  • Retouren bearbeiten
  • digitale Informationen dokumentieren
  • Qualität und Effizienz der eigenen Arbeit verbessern
  • Ressourcen und Materialien verantwortungsvoll einsetzen

Fachrichtung Lager

In der Fachrichtung Lager liegt ein besonderer Schwerpunkt auf Lagerbewirtschaftung und Kommissionierung.

Dazu gehören beispielsweise die optimale Nutzung von Lagerflächen, Bestandsführung sowie die Analyse und Verbesserung von Lager- und Kommissionierprozessen.

Fachrichtung Distribution

In der Fachrichtung Distribution stehen Bearbeitung, Verteilung und Zustellung von Sendungen stärker im Mittelpunkt.

Die Tätigkeit kann unter anderem Sortierung, Tourenvorbereitung, Verladung, Zustellung und Kundenkontakt umfassen.

Logistikerin oder Logistiker EBA

Die berufliche Grundbildung als Logistikerin oder Logistiker EBA dauert zwei Jahre.

Sie ist praxisorientiert und vermittelt grundlegende Kompetenzen rund um die Annahme, Bewirtschaftung und Verteilung von Gütern.

Typische Ausbildungsinhalte sind:

  • Logistikaufträge entgegennehmen
  • Arbeitsplatz und Arbeitsmittel vorbereiten
  • Güter annehmen und kontrollieren
  • Waren entladen
  • Güter einlagern
  • Lager pflegen
  • Waren kommissionieren
  • Güter bereitstellen
  • Waren verladen und sichern
  • interne Verteilung oder Auslieferung unterstützen

Nach dem EBA-Abschluss bestehen je nach Voraussetzungen Möglichkeiten für eine weiterführende EFZ-Ausbildung.

EFZ und EBA im Vergleich

MerkmalLogistiker/in EFZLogistiker/in EBA
AusbildungsdauerDrei JahreZwei Jahre
AbschlussEidgenössisches FähigkeitszeugnisEidgenössisches Berufsattest
FachrichtungenDistribution oder LagerKeine separate Fachrichtung
AusrichtungBreitere Fachkompetenz, Prozessverständnis und zunehmend selbstständige ArbeitPraxisorientierte Ausführung grundlegender Logistikaufgaben
Weiterer WegBerufspraxis, Spezialisierung und höhere BerufsbildungBerufseinstieg oder weiterführende EFZ-Ausbildung

Berufsbildung Logistik seit 2024

Modernisierte Logistik-Grundbildungen

Seit 2024 gelten überarbeitete Bildungsverordnungen und Bildungspläne für Logistiker/in EFZ und Logistiker/in EBA.

Die Ausbildung wurde stärker auf konkrete Handlungskompetenzen im Berufsalltag ausgerichtet. Gleichzeitig spielen Qualität, Effizienz, digitale Arbeitsmittel sowie Umwelt- und Ressourceneffizienz eine wichtige Rolle.

Für Logistiker/in EFZ bestehen weiterhin die beiden Fachrichtungen Distribution und Lager.

Anforderungen und Arbeitssicherheit in der Logistik

Logistik verlangt eine Kombination aus Organisation, praktischer Arbeit und genauer Dokumentation.

Wichtige Fähigkeiten sind:

  • systematische Arbeitsweise
  • Zuverlässigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Genauigkeit
  • Organisationstalent
  • körperliche Belastbarkeit
  • Teamfähigkeit
  • technisches Verständnis
  • sicherer Umgang mit digitalen Arbeitsmitteln
  • Qualitätsbewusstsein

Bei kundenbezogenen Tätigkeiten kommen Kommunikation und Dienstleistungsorientierung hinzu.

Je nach Arbeitgeber können ausserdem Schichtarbeit, frühe Arbeitszeiten, Nachtarbeit oder Wochenendeinsätze vorkommen.

Arbeitssicherheit

Logistiker arbeiten mit schweren Gütern, Regalanlagen, Fahrzeugen und Maschinen. Arbeitssicherheit ist deshalb ein zentraler Bestandteil des Berufs.

Je nach Arbeitsplatz müssen unter anderem folgende Punkte berücksichtigt werden:

  • sicherer Umgang mit Flurförderfahrzeugen
  • korrektes Be- und Entladen
  • Ladungssicherung
  • Tragfähigkeit von Regalen und Transportmitteln
  • gekennzeichnete Verkehrswege
  • korrekter Umgang mit gefährlichen Gütern
  • persönliche Schutzausrüstung
  • Ordnung und Sauberkeit im Lager

Logistik Jobs und Anstellungsformen

Auf fachkraft.ch findest du Logistikstellen in unterschiedlichen Betrieben und Tätigkeitsbereichen.

Aktuelle Stellen können beispielsweise folgende Schwerpunkte haben:

  • Wareneingang und Warenausgang
  • Lagerbewirtschaftung
  • Kommissionierung
  • Staplerarbeiten
  • Produktionsversorgung
  • Versand und Verladung
  • ERP- und SAP-Buchungen
  • Inventur und Bestandskontrolle
  • Transport- und Umschlaglogistik
  • Team- und Prozessverantwortung
StellenartGeeignet, wenn du
Temporärstellekurzfristig arbeiten, unterschiedliche Lagerbetriebe kennenlernen oder flexibel bleiben möchtest
Try and Hirezunächst temporär starten und Betrieb sowie Tätigkeit vor einer möglichen direkten Anstellung kennenlernen möchtest
Dauerstellevon Beginn an eine langfristige direkte Anstellung in einem Logistik- oder Industrieunternehmen suchst

Ist aktuell keine passende Stelle ausgeschrieben, kannst du deine Unterlagen allgemein einreichen. Nenne dabei möglichst konkret deine Erfahrung in Lager, Wareneingang, Kommissionierung, Staplerarbeiten, ERP-Systemen und weiteren Logistikbereichen.

Wie vergleichst du eine Logistikstelle richtig?

Zwei Stellen für Logistiker können trotz gleicher Berufsbezeichnung einen sehr unterschiedlichen Arbeitsalltag bieten.

BereichWichtige Fragen
SchwerpunktGeht es hauptsächlich um Wareneingang, Kommissionierung, Versand, Produktionslogistik oder einen Allrounder-Job?
ProdukteWelche Waren und Materialien werden gelagert und welche Anforderungen ergeben sich daraus?
StaplerWelche Flurförderfahrzeuge werden eingesetzt und welche Berechtigungen werden verlangt?
IT-SystemeMit welchem ERP- oder Lagerverwaltungssystem arbeitet der Betrieb?
KommissionierungWie werden Aufträge kommissioniert und welche Genauigkeits- oder Leistungsvorgaben gelten?
ArbeitszeitWird im Tagesbetrieb oder im Zwei-, Drei- beziehungsweise Mehrschichtbetrieb gearbeitet?
VerantwortungFührst du nur operative Arbeiten aus oder übernimmst du auch Lager-, Prozess- oder Teamverantwortung?
LohnWie hoch sind Grundlohn, Schichtzulagen, weitere Zulagen und Spesen?
EntwicklungGibt es Entwicklungsmöglichkeiten in Lagerleitung, Prozessoptimierung oder Supply Chain Management?

Lohn in der Logistikbranche Schweiz

Der Logistiklohn hängt von Ausbildung, Berufserfahrung, Tätigkeit, Verantwortung, Arbeitsregion und Arbeitgeber ab.

Auch die Arbeitsbedingungen beeinflussen das Gesamtpaket. Schichtarbeit, Nachtarbeit oder besondere Einsatzzeiten können je nach Arbeitsverhältnis zusätzliche Entschädigungen oder Zulagen auslösen.

Eine Fachkraft mit EFZ, breiter Lagererfahrung, Staplerkenntnissen, ERP-Erfahrung oder zusätzlicher Teamverantwortung bringt ein anderes Profil mit als eine Person, die hauptsächlich einzelne Hilfs- oder Kommissionierarbeiten ausführt.

Bei Temporärstellen sollte zusätzlich geprüft werden, wie sich der vereinbarte Stundenlohn zusammensetzt.

Weiterbildung und Karriere in der Logistik

Nach der Grundbildung bestehen verschiedene Möglichkeiten, zusätzliche Fach-, Prozess- und Führungsverantwortung zu übernehmen.

Mögliche Entwicklungsschritte sind unter anderem:

  • Spezialisierung in Lagerlogistik
  • Spezialisierung in Produktionslogistik
  • Spezialisierung in Distribution
  • Team- oder Gruppenleitung
  • Lagerleitung
  • Logistiker/in mit eidgenössischem Fachausweis
  • Logistikfachmann oder Logistikfachfrau mit eidgenössischem Fachausweis
  • Disponent/in Transport und Logistik mit eidgenössischem Fachausweis
  • Fachmann oder Fachfrau Internationale Spedition und Logistik mit eidgenössischem Fachausweis
  • Prozessfachmann oder Prozessfachfrau mit eidgenössischem Fachausweis
  • höhere Weiterbildung in Logistik und Supply Chain Management
  • Logistikleiter/in mit eidgenössischem Diplom
  • Supply Chain Manager/in mit eidgenössischem Diplom

Logistikfachmann oder Logistikfachfrau

Mit einer Weiterbildung zum Logistikfachmann beziehungsweise zur Logistikfachfrau verschiebt sich der Schwerpunkt stärker in Richtung Prozesskoordination und Verantwortung.

Dazu können beispielsweise gehören:

  • Logistikprozesse organisieren
  • Waren- und Informationsflüsse analysieren
  • ICT-Systeme einsetzen
  • Kennzahlen auswerten
  • Qualität und Wirtschaftlichkeit verbessern
  • Projekte begleiten
  • Mitarbeitende führen

Logistikleitung

Auf höherer Stufe übernehmen Logistikleiter Verantwortung für komplexe inner- und überbetriebliche Logistikprozesse.

Dabei stehen neben operativen Abläufen zunehmend Strategie, Wirtschaftlichkeit, Personalführung, Prozessoptimierung und die Zusammenarbeit mit weiteren Unternehmensbereichen im Mittelpunkt.

Was ist der Unterschied zwischen Logistik und Supply Chain Management?

Logistik konzentriert sich stark auf konkrete Waren-, Material- und Informationsflüsse. Dazu gehören beispielsweise Lagerung, Kommissionierung, Transportvorbereitung und Distribution.

Supply Chain Management betrachtet die Abläufe über mehrere Unternehmensbereiche und teilweise über verschiedene Unternehmen hinweg. Dazu gehören beispielsweise Beschaffung, Produktion, Lager, Distribution, Informationsfluss und die Abstimmung mit Lieferanten und Kunden.

Für die Grundbildung als Logistikerin oder Logistiker stehen die praktischen Logistikprozesse im Vordergrund. Supply Chain Management wird insbesondere mit zunehmender Weiterbildung und Verantwortung relevanter.

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Häufige Fragen zur Logistikbranche Schweiz

Was gehört zur Logistikbranche?

Zur Logistik gehören unter anderem Wareneingang, Lagerung, Kommissionierung, Warenausgang, Versand, Distribution, Produktionsversorgung, Bestandskontrolle und interne Materialflüsse.

Was macht ein Logistiker?

Logistikerinnen und Logistiker nehmen Waren an, kontrollieren und lagern sie, kommissionieren Aufträge und bereiten Güter für interne Transporte oder den Versand vor.

Wie lange dauert die Ausbildung Logistiker EFZ?

Die berufliche Grundbildung als Logistikerin oder Logistiker EFZ dauert drei Jahre.

Welche Fachrichtungen gibt es bei Logistiker EFZ?

Die beiden Fachrichtungen sind Distribution und Lager.

Wie lange dauert Logistiker EBA?

Die berufliche Grundbildung als Logistikerin oder Logistiker EBA dauert zwei Jahre.

Kann man nach Logistiker EBA das EFZ machen?

Ja. Je nach Voraussetzungen bestehen nach dem EBA-Abschluss Möglichkeiten für eine weiterführende EFZ-Ausbildung.

Was macht ein Logistiker im Wareneingang?

Im Wareneingang werden Lieferungen entgegengenommen, Dokumente und Waren kontrolliert, Warenbewegungen im System erfasst und die Güter anschliessend eingelagert oder intern weitergegeben.

Was bedeutet Kommissionierung?

Beim Kommissionieren werden die Artikel und Mengen eines Auftrags aus dem Lager zusammengestellt und für Produktion oder Versand bereitgestellt.

Braucht ein Logistiker einen Staplerausweis?

Nicht bei jeder Stelle. Bei vielen Lager- und Produktionslogistikstellen ist ein gültiger Staplerausweis jedoch wichtig oder Voraussetzung.

Sind SAP-Kenntnisse für Logistiker notwendig?

Nicht grundsätzlich. Unternehmen arbeiten mit unterschiedlichen ERP- und Lagerverwaltungssystemen. Erfahrung mit SAP oder einem anderen ERP-System kann bei entsprechenden Stellen jedoch ein wichtiger Vorteil sein.

Gibt es Schichtarbeit in der Logistik?

Ja. Je nach Unternehmen und Warenfluss kann in unterschiedlichen Schichtmodellen gearbeitet werden. Auch frühe, späte oder Wochenenddienste sind bei bestimmten Arbeitsplätzen möglich.

Was ist Produktionslogistik?

Produktionslogistik stellt sicher, dass Rohmaterial, Bauteile und weitere Güter zum richtigen Zeitpunkt an der benötigten Produktions- oder Montagestelle verfügbar sind.

Wie hoch ist der Logistiker Lohn in der Schweiz?

Der Lohn hängt von Ausbildung, Berufserfahrung, Tätigkeit, Verantwortung, Region, Arbeitgeber und Arbeitszeitmodell ab. Für Temporäranstellungen sollte zusätzlich die Zusammensetzung des Stundenlohns geprüft werden.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Mögliche Karrierewege führen beispielsweise über Logistikfachleute, Disposition, Prozessmanagement und Logistikleitung bis in das Supply Chain Management.

Wo finde ich aktuelle Logistik Jobs?

Auf fachkraft.ch findest du aktuelle Stellen in Lager, Wareneingang, Kommissionierung, Versand, Produktionslogistik und weiteren Logistikbereichen.

Offizielle Informationen zu Ausbildung und Weiterbildung

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Du suchst eine neue Stelle im Wareneingang, Lager, in der Kommissionierung, Produktionslogistik, im Versand oder in einem anderen Bereich der Logistik?

Prüfe die aktuellen Stellenangebote oder reiche deine Unterlagen allgemein ein. Je genauer du deine Ausbildung, Lagererfahrung, Staplerkenntnisse, ERP-Systeme und bisherigen Tätigkeiten angibst, desto gezielter kann dein Profil geprüft werden.

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Zuletzt aktualisiert: 18. August 2026
Redaktion: fachkraft.ch