Temporärlohn Schweiz 2026: Lohn, GAV, Abzüge und faire Bezahlung
Wie hoch ist der Temporärlohn in der Schweiz? Diese Frage stellen sich viele Fachkräfte, die eine Temporärstelle suchen oder bereits bei einem Personalverleiher angestellt sind.
Der Temporärlohn Schweiz hängt von verschiedenen Faktoren ab. Entscheidend sind insbesondere der Beruf, die Ausbildung, die Berufserfahrung, die Branche, die Region, der Einsatzbetrieb und der geltende Gesamtarbeitsvertrag.

Ausserdem besteht der Stundenlohn meistens aus mehreren Bestandteilen. Neben dem Basislohn können Ferienentschädigung, Feiertagsentschädigung, der 13. Monatslohn, Zulagen und Spesen dazukommen. Gleichzeitig werden vom Bruttolohn verschiedene gesetzliche und vertragliche Beiträge abgezogen.
Auf fachkraft.ch finden Fachkräfte aktuelle Temporärjobs und Festanstellungen in Handwerk, Bau, Industrie, Logistik und Gebäudetechnik.
Was bedeutet Temporärlohn Schweiz?
Der Temporärlohn Schweiz ist der Lohn, den eine temporär angestellte Person für einen befristeten oder flexiblen Arbeitseinsatz erhält.
Bei Temporärarbeit sind normalerweise drei Parteien beteiligt:
- die temporär arbeitende Person
- der Personalverleiher
- der Einsatzbetrieb
Der Personalverleiher ist der rechtliche Arbeitgeber. Er schliesst den Arbeitsvertrag ab, bezahlt den Lohn und erstellt die Lohnabrechnung.
Die tägliche Arbeit findet hingegen beim Einsatzbetrieb statt. Dort werden die Aufgaben organisiert, Arbeitsanweisungen erteilt und die temporär angestellte Person in den Betrieb integriert.
Dadurch unterscheidet sich Temporärarbeit von einer direkten Festanstellung beim Einsatzbetrieb. Dennoch kann ein erfolgreicher Temporäreinsatz später zu einer Festanstellung führen.
Weitere Informationen findest du im Beitrag Temporärarbeit in der Schweiz.
Wie setzt sich der Temporärlohn Schweiz zusammen?
Der Temporärlohn Schweiz besteht häufig aus mehreren Lohnbestandteilen. Deshalb ist der gesamte Bruttostundenlohn normalerweise höher als der reine Basislohn.
Basislohn
Der Basislohn ist die direkte Entschädigung für die geleistete Arbeitszeit. Seine Höhe richtet sich unter anderem nach der Tätigkeit, der Ausbildung, der Erfahrung, der Branche und dem Arbeitsort.
Ferienentschädigung
Bei einem Stundenlohn wird die Ferienentschädigung häufig separat auf der Lohnabrechnung ausgewiesen. Dadurch ist klar erkennbar, welcher Anteil für den Ferienanspruch vorgesehen ist.
Feiertagsentschädigung
Auch Feiertage können anteilig entschädigt werden. Die genaue Regelung hängt vom Einsatz, vom Vertrag und vom anwendbaren Gesamtarbeitsvertrag ab.
Anteil am 13. Monatslohn
Der 13. Monatslohn wird bei Temporärarbeit häufig anteilig berechnet. Dieser Bestandteil sollte ebenfalls separat auf der Lohnabrechnung erscheinen.
Zulagen
Je nach Einsatz können zusätzliche Zulagen bezahlt werden. Dazu gehören beispielsweise Entschädigungen für Nachtarbeit, Sonntagsarbeit, Schichtarbeit oder besondere Arbeitsbedingungen.
Spesen
Spesen entschädigen vereinbarte berufliche Auslagen. Dazu können Verpflegungskosten, Reisekosten oder Entschädigungen für auswärtige Einsätze gehören.
Überstunden und Überzeit
Zusätzliche Arbeitsstunden werden gemäss Arbeitsvertrag, Gesetz und anwendbarem GAV entschädigt.
Der Bruttolohn ist allerdings nicht der Betrag, der am Ende ausbezahlt wird. Schliesslich werden davon verschiedene gesetzliche und vertragliche Beiträge abgezogen.
Temporärlohn Schweiz und GAV Personalverleih
Der GAV Personalverleih bildet eine wichtige Grundlage für Temporärarbeit in der Schweiz. Er regelt unter anderem Mindestlöhne, Arbeitszeiten, Ferien, Feiertage, Sozialleistungen und Weiterbildungsmöglichkeiten.
Grundsätzlich gilt der GAV Personalverleih in der ganzen Schweiz. Je nach Einsatz können zusätzlich die Bestimmungen eines Branchen-GAV zur Anwendung kommen.
Welcher Mindestlohn tatsächlich gilt, hängt von mehreren Punkten ab:
- Branche des Einsatzbetriebs
- genaue Tätigkeit
- Ausbildung und Qualifikation
- Berufserfahrung
- Arbeitsort
- anwendbarer Branchen-GAV
- kantonale Mindestlohnregelung
- Alter der angestellten Person
Die Berufsbezeichnung allein reicht deshalb nicht immer aus, um den verbindlichen Temporärlohn Schweiz zu bestimmen.
Ein Polymechaniker in einem Industriebetrieb kann beispielsweise anderen Bestimmungen unterstehen als ein Produktionsmitarbeiter ohne anerkannten Berufsabschluss. Ebenso können für Elektroinstallateure andere Mindestlöhne gelten als für Montage-Elektriker.
Temporärlohn Schweiz 2026: Mindestlöhne im Überblick
Die folgenden Werte zeigen vereinfachte Bruttostundenlöhne gemäss GAV Personalverleih 2026. Sie gelten für Arbeitnehmende zwischen 20 und 49 Jahren, sofern kein höherer Branchenlohn oder kantonaler Mindestlohn anwendbar ist.
Im angegebenen Stundenlohn enthalten sind:
- Feiertagsentschädigung: 3,2 Prozent
- Ferienentschädigung: 8,33 Prozent
- Anteil am 13. Monatslohn: 8,33 Prozent
Gelernte Fachkräfte
- Normallohngebiet: ab CHF 31.32 pro Stunde
- Hochlohngebiet: ab CHF 33.44 pro Stunde
- Tessin: ab CHF 29.11 pro Stunde
Angelernte Fachkräfte
- Normallohngebiet: ab CHF 27.57 pro Stunde
- Hochlohngebiet: ab CHF 29.43 pro Stunde
- Tessin: ab CHF 25.62 pro Stunde
Ungelernte Mitarbeitende
- Normallohngebiet: ab CHF 25.70 pro Stunde
- Hochlohngebiet: ab CHF 27.13 pro Stunde
- Tessin: ab CHF 22.92 pro Stunde
Diese Werte sind Mindestansätze. Der effektive Temporärlohn Schweiz kann je nach Beruf, Erfahrung, Einsatzbetrieb und Nachfrage deutlich höher ausfallen.
Zusätzlich müssen in Kantonen mit gesetzlichen Mindestlöhnen weitere Vorgaben berücksichtigt werden. Daher sollte der verbindliche Mindestlohn immer anhand des konkreten Einsatzes geprüft werden.
Was gilt als gelernte Fachkraft?
Als gelernte Fachkraft gilt normalerweise eine Person mit einem anerkannten Berufsabschluss für die ausgeübte Tätigkeit.
Dazu gehören beispielsweise:
- eidgenössisches Fähigkeitszeugnis EFZ
- eidgenössisches Berufsattest EBA
- anerkannter ausländischer Berufsabschluss
- gleichwertige abgeschlossene Berufsausbildung
Ein Elektroinstallateur EFZ, eine Logistikerin EFZ oder ein Polymechaniker EFZ wird grundsätzlich anders eingestuft als eine Person ohne anerkannten Berufsabschluss.
Allerdings muss der Abschluss zur ausgeübten Tätigkeit passen. Ein Berufsabschluss in einem anderen Fachgebiet führt nicht automatisch zur Einstufung als gelernte Fachkraft.
Was gilt als angelernte Fachkraft?
Als angelernte Fachkraft gelten Personen, die keinen passenden Berufsabschluss besitzen, jedoch über mehrjährige praktische Berufserfahrung verfügen.
Dabei muss die Berufserfahrung normalerweise in einer Tätigkeit gesammelt worden sein, für die eine berufliche Grundbildung besteht.
Wer die erforderliche Erfahrung nicht nachweisen kann, wird in der Regel als ungelernte Arbeitskraft eingestuft. Die korrekte Einstufung ist besonders wichtig, weil sie den Temporärlohn Schweiz direkt beeinflusst.
Welche Faktoren beeinflussen den Temporärlohn Schweiz?
Der Temporärlohn Schweiz wird nicht zufällig festgelegt. Seriöse Personaldienstleister berücksichtigen verschiedene berufliche und regionale Faktoren.
Beruf und Tätigkeit
Die konkrete Tätigkeit hat einen grossen Einfluss auf den Lohn. Fachkräfte, die selbstständig anspruchsvolle Arbeiten ausführen, erhalten meistens einen höheren Lohn als Hilfskräfte.
Besonders gefragt sind unter anderem:
- Polymechaniker
- Automatiker
- Elektroinstallateure
- Montage-Elektriker
- Sanitärinstallateure
- Heizungsinstallateure
- Metallbauer
- Anlagen- und Apparatebauer
- Schweisser
- Schreiner
- Zimmerleute
- Logistiker
Auch innerhalb eines Berufs unterscheiden sich die Anforderungen deutlich. Ein Polymechaniker mit CNC-Erfahrung und Programmierkenntnissen kann beispielsweise einen höheren Lohn erzielen als ein Mitarbeiter, der hauptsächlich einfache Produktionsarbeiten ausführt.
Ausbildung und Qualifikation
Ein anerkannter Berufsabschluss verbessert die Chancen auf einen attraktiven Temporärlohn.
Darüber hinaus können zusätzliche Qualifikationen den Marktwert erhöhen. Dazu gehören beispielsweise:
- Schweissprüfungen
- Staplerausweise
- Hebebühnenausweise
- Sicherheitskurse
- CNC-Kenntnisse
- Programmierkenntnisse
- Erfahrung mit bestimmten Steuerungen
- Serviceerfahrung
- Montageerfahrung
- Führerausweis
Je besser die Qualifikation zur offenen Stelle passt, desto stärker ist die Verhandlungsposition.
Berufserfahrung
Mehrjährige praktische Erfahrung kann den Temporärlohn Schweiz positiv beeinflussen.
Besonders gefragt sind Fachkräfte, die:
- selbstständig arbeiten
- Pläne lesen können
- Verantwortung übernehmen
- verschiedene Maschinen bedienen
- Kundenkontakt gewohnt sind
- flexibel einsetzbar sind
- neue Mitarbeitende einarbeiten können
Dabei zählt nicht nur die Anzahl Berufsjahre. Ebenso wichtig sind die tatsächlich ausgeführten Arbeiten und die vorhandenen Fachkenntnisse.
Region und Arbeitsort
Auch der Arbeitsort kann den Temporärlohn beeinflussen. Der GAV Personalverleih unterscheidet unter anderem zwischen Normallohngebieten, Hochlohngebieten und dem Tessin.
Zudem können die Löhne in Regionen mit hoher Nachfrage oder hohen Lebenshaltungskosten höher ausfallen.
Passende Stellen findest du beispielsweise unter Temporärjobs Zürich sowie in der allgemeinen Stellenübersicht.
Arbeitszeit und Einsatzbedingungen
Besondere Arbeitszeiten können zusätzliche Zulagen auslösen.
Dazu gehören:
- Nachtarbeit
- Sonntagsarbeit
- Schichtarbeit
- Piketteinsätze
- Überstunden
- Überzeit
- Arbeiten unter erschwerten Bedingungen
Ob und in welcher Höhe eine Zulage geschuldet ist, richtet sich nach dem Arbeitsvertrag, dem Arbeitsgesetz und dem anwendbaren Gesamtarbeitsvertrag.
Ferien beim Temporärlohn Schweiz
Ferien werden bei Temporärarbeit häufig als separate Ferienentschädigung auf der Lohnabrechnung ausgewiesen.
Für Arbeitnehmende zwischen 20 und 49 Jahren wird bei den dargestellten Mindestlöhnen mit einer Ferienentschädigung von 8,33 Prozent gerechnet.
Für jüngere und ältere Arbeitnehmende können höhere Ferienansprüche gelten. Dadurch erhöht sich ebenfalls die Ferienentschädigung.
Wichtig ist, dass die Ferienentschädigung auf dem Arbeitsvertrag und der Lohnabrechnung klar ausgewiesen wird.
Feiertagsentschädigung bei Temporärarbeit
Feiertage können bei einem Stundenlohn anteilig entschädigt werden.
Bei den dargestellten Mindestlöhnen gemäss GAV Personalverleih wird mit einer Feiertagsentschädigung von 3,2 Prozent gerechnet.
Je nach Branche, Kanton und Einsatz können andere Regelungen gelten. Deshalb sollte auf der Lohnabrechnung ersichtlich sein, welcher Basislohn gilt, wie hoch die Feiertagsentschädigung ist und auf welcher Grundlage sie berechnet wurde.
Eine transparente Darstellung erleichtert die Kontrolle und verhindert Missverständnisse.
Wird der 13. Monatslohn bei Temporärarbeit bezahlt?
Der 13. Monatslohn wird bei Temporärarbeit häufig anteilig ausbezahlt.
Bei den dargestellten Mindestlöhnen wird ein Anteil von 8,33 Prozent berücksichtigt. Dieser Betrag sollte separat auf der Lohnabrechnung erscheinen.
Dadurch erkennen Temporärarbeitende, welcher Teil des Stundenlohns auf den 13. Monatslohn entfällt.
Beispiel für die Berechnung des Temporärlohns
Eine gelernte Fachkraft zwischen 20 und 49 Jahren arbeitet in einem Normallohngebiet.
Der vereinfachte Bruttostundenlohn setzt sich folgendermassen zusammen:
- Basislohn: CHF 25.86 pro Stunde
- Feiertagsentschädigung: CHF 0.83 pro Stunde
- Ferienentschädigung: CHF 2.22 pro Stunde
- Anteil am 13. Monatslohn: CHF 2.41 pro Stunde
- Bruttostundenlohn: CHF 31.32 pro Stunde
Von diesem Bruttostundenlohn werden anschliessend die gesetzlichen und vertraglichen Abzüge vorgenommen. Der tatsächlich ausbezahlte Nettolohn liegt deshalb unter CHF 31.32 pro Stunde.
Bruttolohn und Nettolohn bei Temporärarbeit
Der Bruttolohn ist der Lohn vor den Abzügen. Der Nettolohn ist dagegen der Betrag, der nach allen Abzügen auf das Konto überwiesen wird.
Typische Abzüge beim Temporärlohn Schweiz sind:
- AHV
- IV
- EO
- Arbeitslosenversicherung
- Nichtberufsunfallversicherung
- berufliche Vorsorge
- Krankentaggeldversicherung
- GAV-Beiträge
- Quellensteuer
Welche Abzüge tatsächlich vorgenommen werden, hängt unter anderem vom Alter, vom Lohn, von der Einsatzdauer und von der persönlichen Situation ab.
Aus diesem Grund kann der Nettolohn nicht mit einem allgemein gültigen Prozentsatz berechnet werden.
Berufliche Vorsorge bei Temporärarbeit
Temporärarbeitende können je nach Einsatzdauer und persönlicher Situation der beruflichen Vorsorge unterstellt sein.
Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle:
- Dauer des Arbeitsverhältnisses
- vereinbarter Lohn
- Alter der angestellten Person
- familiäre Situation
- Art des Einsatzvertrags
Die Beiträge an die berufliche Vorsorge werden auf der Lohnabrechnung ausgewiesen, sofern eine Unterstellung besteht.
Bei Fragen hilft der zuständige Personalberater weiter.
Krankentaggeld und Unfallversicherung
Temporärarbeitende sind während ihres Einsatzes gegen Berufsunfälle versichert.
Wer mindestens acht Stunden pro Woche beim gleichen Arbeitgeber arbeitet, ist in der Regel zusätzlich gegen Nichtberufsunfälle versichert.
Die Prämie für die Nichtberufsunfallversicherung wird normalerweise vom Lohn abgezogen. Je nach Arbeitsvertrag und GAV besteht ausserdem eine Krankentaggeldversicherung.
Diese Versicherung kann bei einer längeren krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit einen Teil des Lohnausfalls abdecken. Die konkreten Leistungen richten sich nach den Versicherungsbedingungen und dem anwendbaren Vertrag.
Quellensteuer beim Temporärlohn Schweiz
Ausländische Arbeitnehmende ohne Niederlassungsbewilligung C können quellensteuerpflichtig sein.
In diesem Fall wird die Quellensteuer direkt vom Lohn abgezogen.
Die Höhe hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:
- Wohnkanton
- Zivilstand
- Anzahl Kinder
- Kirchensteuerpflicht
- Höhe des Einkommens
- Erwerbstätigkeit des Ehepartners
Die Quellensteuer wird separat auf der Lohnabrechnung ausgewiesen.
So prüfen Sie, ob Ihr Temporärlohn fair ist
Wer seinen Temporärlohn Schweiz beurteilen möchte, sollte nicht nur den Gesamtstundenlohn anschauen.
Prüfen Sie insbesondere folgende Punkte:
- Welche Tätigkeit führe ich tatsächlich aus?
- Welcher GAV gilt für den Einsatzbetrieb?
- Wurde meine Ausbildung korrekt berücksichtigt?
- Wurde meine Berufserfahrung richtig eingestuft?
- Gilt ein Normallohngebiet oder ein Hochlohngebiet?
- Sind Ferien und Feiertage separat ausgewiesen?
- Ist der 13. Monatslohn aufgeführt?
- Welche Zulagen werden bezahlt?
- Welche Spesen wurden vereinbart?
- Welche Abzüge werden vorgenommen?
- Ist die Lohnabrechnung verständlich?
- Gibt es eine Ansprechperson für Fragen?
Ein seriöser Personalverleiher erklärt die Zusammensetzung des Lohns bereits vor dem Einsatz.
Temporärlohn nach Branche
Bau und Handwerk
Im Bauhauptgewerbe und im Handwerk gelten je nach Tätigkeit, Region und Qualifikation unterschiedliche Mindestlöhne.
Besonders gefragt sind unter anderem Maurer, Bauarbeiter, Schreiner, Zimmerleute, Metallbauer, Maler und Gipser.
Neben der Ausbildung spielen die praktische Erfahrung, die selbstständige Arbeitsweise und die körperliche Belastbarkeit eine wichtige Rolle.
Industrie und Produktion
In der Industrie hängt der Temporärlohn Schweiz stark von den technischen Kenntnissen und der Ausbildung ab.
Besonders gefragt sind Polymechaniker, Produktionsmechaniker, Automatiker, Anlagen- und Apparatebauer, Metallbauer, Schweisser und CNC-Mitarbeitende.
CNC-Erfahrung, Programmierkenntnisse, Schweissprüfungen und Erfahrung mit bestimmten Maschinen können den Stundenlohn positiv beeinflussen.
Logistik
Temporärarbeit ist in der Logistik weit verbreitet. Unternehmen setzen temporäres Personal beispielsweise bei saisonalen Spitzen, erhöhtem Auftragsvolumen oder kurzfristigen Ausfällen ein.
Ein anerkannter Staplerausweis und Erfahrung mit Lagerverwaltungssystemen verbessern die Einsatzmöglichkeiten.
Weitere Informationen findest du im Beitrag Logistiker Lohn Schweiz 2026.
Gebäudetechnik und Elektro
Fachkräfte aus der Gebäudetechnik und dem Elektrobereich sind in vielen Regionen stark gefragt.
Dazu gehören Sanitärinstallateure, Heizungsinstallateure, Lüftungsmonteure, Elektroinstallateure, Montage-Elektriker und Servicetechniker.
Besonders gute Chancen haben Fachkräfte mit einem anerkannten Abschluss, selbstständiger Arbeitsweise und Erfahrung im Service oder auf Montage.
Vorteile von Temporärarbeit
Temporärarbeit bietet Fachkräften verschiedene Vorteile:
- schneller Einstieg in eine neue Stelle
- flexible Einsatzmöglichkeiten
- Einblick in unterschiedliche Unternehmen
- persönliche Betreuung
- Möglichkeit einer späteren Festanstellung
- Zugang zu verschiedenen Arbeitgebern
- berufliche Neuorientierung
- Sammeln zusätzlicher Berufserfahrung
- Weiterbildung über temptraining
Ausserdem kann ein Temporäreinsatz genutzt werden, um einen Betrieb vor einer Festanstellung kennenzulernen.
Try and Hire als Weg zur Festanstellung
Bei Try and Hire beginnt das Arbeitsverhältnis mit einem Temporäreinsatz.
Während dieser Zeit können sich die Fachkraft und der Einsatzbetrieb im beruflichen Alltag kennenlernen. Gleichzeitig prüfen beide Seiten, ob die Zusammenarbeit langfristig passt.
Bei gegenseitigem Interesse folgt anschliessend eine Festanstellung beim Einsatzbetrieb. Dadurch reduziert sich sowohl für die Fachkraft als auch für das Unternehmen das Risiko einer Fehlentscheidung.
Temporärjobs über fachkraft.ch finden
fachkraft.ch ist auf Fachkräfte aus Handwerk, Bau, Industrie, Logistik und Gebäudetechnik ausgerichtet.
Auf der Plattform finden Bewerberinnen und Bewerber:
- Temporärjobs
- Try and Hire Stellen
- Festanstellungen
- Stellen in verschiedenen Regionen
- Jobs für gelernte Fachkräfte
- Stellen für angelernte Mitarbeitende
- berufsspezifische Stellenangebote
- direkte Bewerbungsmöglichkeiten
Persönliche Beratung durch regionale Partnerbüros
fachkraft.ch verbindet die digitale Stellensuche mit persönlicher Beratung durch regionale Partnerbüros.
Zu den Partnern gehören STA Jobs, Stellentreff AG und Stellenpartner AG. Ansprechpartner stehen unter anderem in Zürich, Luzern, Oftringen, Sursee, Winterthur, St. Gallen, Baden, Zug und Frauenfeld zur Verfügung.
Häufige Fragen zum Temporärlohn Schweiz
Wie hoch ist der Temporärlohn in der Schweiz?
Der Temporärlohn Schweiz hängt von Beruf, Ausbildung, Berufserfahrung, Branche, Region und GAV ab. Gelernte Fachkräfte verdienen normalerweise mehr als angelernte oder ungelernte Mitarbeitende.
Gibt es einen Mindestlohn für Temporärarbeit?
Ja. Je nach Einsatz gelten die Mindestlöhne des GAV Personalverleih, eines Branchen-GAV, eines Normalarbeitsvertrags oder einer kantonalen Mindestlohnregelung.
Sind Ferien im Temporärlohn enthalten?
Ferien werden bei einem Stundenlohn häufig als separate Ferienentschädigung ausgewiesen. Bei Arbeitnehmenden zwischen 20 und 49 Jahren beträgt diese bei den dargestellten Mindestlöhnen 8,33 Prozent.
Wird der 13. Monatslohn bei Temporärarbeit bezahlt?
Der 13. Monatslohn wird bei Temporärarbeit häufig anteilig ausbezahlt. Bei den dargestellten Mindestlöhnen wird mit einem Anteil von 8,33 Prozent gerechnet.
Welche Abzüge gibt es beim Temporärlohn?
Typische Abzüge sind AHV, IV, EO, Arbeitslosenversicherung, Nichtberufsunfallversicherung, berufliche Vorsorge, Krankentaggeldversicherung, GAV-Beiträge und gegebenenfalls Quellensteuer.
Kann Temporärarbeit zu einer Festanstellung führen?
Ja. Viele Unternehmen übernehmen geeignete temporäre Mitarbeitende nach einem erfolgreichen Einsatz in eine Festanstellung. Besonders Try and Hire bietet dafür gute Voraussetzungen.
Fazit: Temporärlohn Schweiz transparent prüfen
Der Temporärlohn Schweiz wird durch den Beruf, die Qualifikation, die Erfahrung, die Branche, den Arbeitsort und den geltenden GAV bestimmt.
Deshalb sollte nicht nur der angegebene Stundenlohn betrachtet werden. Ebenso wichtig sind Ferien, Feiertage, der 13. Monatslohn, Zulagen, Spesen und die gesetzlichen Abzüge.
Eine transparente Lohnabrechnung zeigt nachvollziehbar, wie sich der Bruttolohn zusammensetzt und welcher Nettolohn ausbezahlt wird.


