Elektrogewerbe Schweiz: Beruf, Ausbildung und Jobs

Das Elektrogewerbe in der Schweiz verbindet handwerkliche Installation mit moderner Gebäudetechnik, Energieversorgung und digitaler Vernetzung. Elektroinstallateurinnen und Elektroinstallateure erstellen, erweitern, prüfen, warten und reparieren elektrische Installationen in Wohnhäusern, Gewerbebauten, öffentlichen Gebäuden und Industrieanlagen.

Je nach Betrieb reicht der Arbeitsalltag von Rohbauinstallationen und Verkabelung über Stark- und Schwachstrom bis zu Service, Störungsbehebung, Gebäudeautomation, Kommunikationstechnik und modernen Energiesystemen. Dadurch entstehen unterschiedliche Jobprofile für Elektroinstallateure EFZ, Montage-Elektriker EFZ und erfahrene Fachkräfte mit Spezialisierungen oder zusätzlicher Verantwortung.

Aktuelle Elektroinstallateur Jobs in der Schweiz
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Elektrogewerbe Schweiz auf einen Blick

Elektroinstallateur/in EFZBerufliche Grundbildung mit einer Ausbildungsdauer von vier Jahren
Montage-Elektriker/in EFZBerufliche Grundbildung mit einer Ausbildungsdauer von drei Jahren
Typische BereicheNeu- und Umbau, Service, Unterhalt, Industrie, Gewerbe, Gebäudeautomation, Kommunikation und Energie
ArbeitsorteBaustellen, Wohngebäude, Gewerbebauten, Industrieanlagen, Technikräume und Kundendienst
Typische JobprofileNeu- und Umbau, Kundendienst, Service, Industrie, Unterhalt, Störungsbehebung und Gebäudeautomation
AnstellungsformenTemporärstelle, Try and Hire und direkte Dauerstelle
WeiterbildungElektro-Teamleitung, Elektroprojektleitung, Gebäudeautomation, Planung, Sicherheit und höhere Fachausbildungen

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Was gehört zum Elektrogewerbe?

Zum Elektrogewerbe gehören die Planung, Installation, Erweiterung, Inbetriebnahme, Wartung und Reparatur elektrischer Anlagen und Systeme.

Welche Arbeiten ein Betrieb ausführt, hängt von seiner Spezialisierung ab. Während manche Unternehmen hauptsächlich Elektroinstallationen in Wohnbauten realisieren, konzentrieren sich andere auf Industrieanlagen, Kundendienst, Gebäudeautomation oder grössere Gewerbeprojekte.

Typische Bereiche sind:

  • Elektroinstallationen in Wohngebäuden
  • Neu- und Umbauten
  • Gewerbe- und Industriebauten
  • Leitungs- und Kabelinstallationen
  • Stark- und Schwachstrominstallationen
  • Beleuchtungsanlagen
  • Schaltgeräte und Verteilungen
  • Service und Kundendienst
  • Unterhalt und Instandhaltung
  • Fehlersuche und Störungsbehebung
  • Gebäudeautomation
  • Kommunikationssysteme
  • Sicherheitsanlagen
  • Photovoltaik und elektrische Energiesysteme
  • Ladeinfrastruktur

Was macht ein Elektroinstallateur?

Elektroinstallateurinnen und Elektroinstallateure erstellen, unterhalten und reparieren elektrische Installationen und Systeme. Dabei arbeiten sie mit technischen Plänen, Werkzeugen, Installationsmaterial und Messgeräten.

Zu den typischen Tätigkeiten gehören:

  • Installationsarbeiten vorbereiten
  • Pläne und technische Unterlagen lesen
  • Material und Werkzeuge vorbereiten
  • Leitungsrohre und Kabelwege erstellen
  • Kabel und Leitungen verlegen
  • Steckdosen und Schalter montieren
  • Verteilungen und Schaltkästen montieren
  • elektrische Geräte und Systeme anschliessen
  • Beleuchtungsanlagen installieren
  • Komponenten der Gebäudeautomation montieren
  • Kommunikations- und Sicherheitssysteme installieren
  • elektrische Energiesysteme installieren
  • Anlagen prüfen und in Betrieb nehmen
  • Messungen und Tests durchführen
  • Störungen suchen und beheben
  • bestehende Installationen warten und reparieren
  • ausgeführte Arbeiten dokumentieren

Je nach Stelle kommen Kundenberatung, Materialbewirtschaftung, Arbeitsvorbereitung oder die Begleitung von Lernenden hinzu.

Arbeitsbereiche im Elektrogewerbe

Neu- und Umbau

Bei Neu- und Umbauten entstehen elektrische Installationen Schritt für Schritt mit dem Baufortschritt. Bereits im Rohbau werden Leitungswege, Rohre und Installationspunkte vorbereitet.

Später folgen Kabel, Schalter, Steckdosen, Leuchten, Verteilungen und weitere elektrische Systeme.

Für solche Stellen sind Planverständnis, selbstständiges Arbeiten und eine gute Abstimmung mit anderen Gewerken wichtig.

Service und Kundendienst

Im Kundendienst arbeiten Elektroinstallateure häufig selbstständig in bestehenden Gebäuden. Sie führen kleinere Umbauten aus, suchen Störungen, ersetzen defekte Komponenten und erweitern vorhandene Installationen.

Dabei sind neben Fachwissen auch Kommunikation, sauberes Arbeiten und ein professioneller Umgang mit der Kundschaft wichtig.

Industrie und Gewerbe

Elektroinstallationen in Industrie- und Gewerbebetrieben können sich deutlich vom klassischen Wohnungsbau unterscheiden.

Je nach Unternehmen gehören beispielsweise Maschinenanschlüsse, Energieverteilungen, Steuerungen, Kommunikationsanlagen, Instandhaltung oder die Störungsbehebung an technischen Anlagen zum Arbeitsalltag.

Unterhalt und Instandhaltung

In der Instandhaltung steht die zuverlässige Funktion bestehender Anlagen im Mittelpunkt.

Fachkräfte führen Wartungen durch, analysieren Störungen, ersetzen Komponenten und unterstützen bei Erweiterungen oder technischen Verbesserungen.

Je nach Betrieb kann zu solchen Stellen auch Pikett-, Nacht- oder Wochenendarbeit gehören.

Gebäudeautomation

Moderne Gebäude verknüpfen unterschiedliche technische Systeme. Dazu können Beleuchtung, Beschattung, Heizung, Lüftung, Energieverbrauch und weitere Funktionen gehören.

Elektro-Fachkräfte installieren und verbinden je nach Funktion die notwendigen Komponenten und arbeiten dabei mit anderen Bereichen der Gebäudetechnik zusammen.

Kommunikations- und Sicherheitstechnik

Auch Kommunikations- und Sicherheitssysteme gehören zum Tätigkeitsfeld der Elektrobranche.

Dazu zählen je nach Projekt beispielsweise Daten- und Kommunikationsinstallationen, Brandmeldesysteme, Notbeleuchtung und weitere sicherheitstechnische Anlagen.

Photovoltaik und Ladeinfrastruktur

Elektrische Energiesysteme erweitern das klassische Tätigkeitsfeld. Je nach Betrieb arbeiten Elektro-Fachkräfte beispielsweise an Photovoltaikanlagen, Energieverteilungen oder Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge.

Welche Aufgaben selbst ausgeführt werden, hängt von Ausbildung, Funktion, Projekt und betrieblicher Organisation ab.

Jobprofile im Elektrogewerbe

Der Jobtitel allein sagt nicht immer aus, wie der tatsächliche Arbeitsalltag aussieht. Deshalb lohnt es sich, bei Stellenangeboten den konkreten Schwerpunkt zu prüfen.

JobprofilTypische AufgabenWichtige Kenntnisse
Elektroinstallateur Neu- und UmbauElektroinstallationen nach Plänen ausführen, Rohbauinstallationen erstellen, Kabel verlegen und Anlagen fertigstellenPlanlesen, Installationstechnik, selbstständiges Arbeiten und Baustellenerfahrung
Kundendienst und ServiceStörungen beheben, kleinere Umbauten ausführen, Installationen erweitern und Kundschaft betreuenBreites Fachwissen, Fehlersuche, Messungen, selbstständige Organisation und Kundenkontakt
Industrie und GewerbeInstallationen an Anlagen und Gebäuden ausführen, Systeme erweitern, warten und Störungen behebenStark- und Schwachstrom, technische Schemas, Industrieerfahrung und systematische Fehlersuche
Montage-ElektrikerLeitungsrohre verlegen, Kabel einziehen, Schalter und Steckdosen montieren sowie elektrische Anlagen installierenMontage, Planverständnis, Installationstechnik und sorgfältige Ausführung
InstandhaltungAnlagen warten, Störungen analysieren, Fehler beheben und Erweiterungen ausführenMess- und Prüftechnik, Fehlersuche, Elektrik und je nach Stelle Steuerungstechnik
GebäudeautomationKomponenten installieren, Systeme verbinden und Funktionen der Gebäudetechnik unterstützenElektrotechnik, Steuerungen, Vernetzung und Verständnis der Gebäudetechnik
Elektro-TeamleitungInstallationsprojekte und Teams koordinieren, Arbeitsvorbereitung unterstützen und Arbeiten auf Baustellen begleitenBerufserfahrung, Installationstechnik, Organisation, Pläne, Normen und Mitarbeiterführung

Starkstrom und Schwachstrom im Elektrogewerbe

In Stelleninseraten tauchen häufig die Begriffe Starkstrom und Schwachstrom auf. Für Bewerbende ist deshalb wichtig zu prüfen, in welchen Bereichen praktische Erfahrung vorhanden ist.

Starkstrom

Bei Starkstrominstallationen geht es beispielsweise um elektrische Energieversorgung, Verteilungen, Steckdosen, Beleuchtung, Geräte und weitere Installationen zur Versorgung von Gebäuden und Anlagen.

Schwachstrom

Schwachstrombereiche können je nach Projekt Kommunikations-, Signal-, Steuerungs- oder Sicherheitssysteme umfassen.

Viele Elektrostellen kombinieren mehrere Bereiche. Deshalb lohnt es sich, im Lebenslauf nicht nur «Elektroinstallationen» anzugeben, sondern konkrete Erfahrungen wie Starkstrom, Schwachstrom, Service, Industrie, Wohnungsbau oder Gebäudeautomation zu nennen.

Gebäudeautomation und moderne Energiesysteme

Die Elektrobranche arbeitet zunehmend mit vernetzten und digital gesteuerten Systemen. Dadurch verändern sich auch die Anforderungen an Elektro-Fachkräfte.

Je nach Betrieb und Tätigkeit können Erfahrungen in folgenden Bereichen relevant sein:

  • Gebäudeautomation
  • Steuerungs- und Regeltechnik
  • Kommunikationsnetze
  • Sicherheitstechnik
  • moderne Mess- und Prüftechnik
  • Photovoltaikanlagen
  • Energieverteilungen
  • Ladeinfrastruktur
  • Energiemanagement
  • digitale Arbeits- und Projektdokumentation

Bei der Bewerbung solltest du deshalb konkrete Systeme, Technologien und Tätigkeiten nennen, mit denen du bereits gearbeitet hast.

Ausbildung im Elektrogewerbe in der Schweiz

Elektroinstallateurin oder Elektroinstallateur EFZ

Die berufliche Grundbildung als Elektroinstallateurin oder Elektroinstallateur EFZ dauert vier Jahre.

Zu den Ausbildungsinhalten gehören unter anderem:

  • Installationsarbeiten organisieren und vorbereiten
  • Elektroinstallationen im Rohbau erstellen
  • Elektroanlagen installieren
  • Gebäudetechnik installieren
  • technische Pläne und Dokumentationen verwenden
  • elektrische Systeme anschliessen
  • Installationen prüfen und in Betrieb nehmen
  • Service- und Unterhaltsarbeiten ausführen
  • Störungen suchen und beheben
  • Sicherheitsvorgaben und Regeln der Technik anwenden

Die Ausbildung ist breit ausgerichtet und bildet eine wichtige Grundlage für spätere Fach-, Projekt- und Führungsaufgaben.

Montage-Elektrikerin oder Montage-Elektriker EFZ

Die berufliche Grundbildung als Montage-Elektrikerin oder Montage-Elektriker EFZ dauert drei Jahre.

Zu den typischen Ausbildungsinhalten gehören:

  • technische Pläne lesen
  • Installationsarbeiten vorbereiten
  • Unterputzkästen montieren
  • Leitungsrohre verlegen
  • Kabel und Leitungen einziehen
  • Schalter und Steckdosen montieren
  • Schaltkästen installieren
  • Beleuchtungsanlagen montieren
  • elektrische Geräte anschliessen
  • ausgeführte Installationen kontrollieren
  • Arbeiten dokumentieren

Nach dem EFZ besteht die Möglichkeit, sich beruflich weiterzuentwickeln oder je nach Voraussetzungen eine verkürzte zusätzliche Grundbildung als Elektroinstallateurin oder Elektroinstallateur EFZ zu absolvieren.

Elektroinstallateur oder Montage-Elektriker?

Beide Berufe arbeiten an elektrischen Installationen. Ausbildung und Tätigkeitsbreite unterscheiden sich jedoch.

MerkmalElektroinstallateur/in EFZMontage-Elektriker/in EFZ
AusbildungsdauerVier JahreDrei Jahre
AbschlussEidgenössisches FähigkeitszeugnisEidgenössisches Fähigkeitszeugnis
SchwerpunktBreite Ausbildung in Installation, Gebäudetechnik, Service, Prüfung und StörungsbehebungSchwerpunkt auf Montage und Installation elektrischer Anlagen in Gebäuden
Typische ArbeitsorteBaustelle, Service, Kundendienst, Gewerbe, Industrie und weitere ElektrobereicheVor allem Baustellen und Elektroinstallationsbetriebe
WeiterentwicklungSpezialisierung und höhere BerufsbildungBerufspraxis, Weiterbildung oder verkürzte zusätzliche EFZ-Grundbildung

Bei einer konkreten Stelle sind neben dem Abschluss immer die verlangten Arbeiten und die vorhandene Berufserfahrung entscheidend.

Anforderungen und Sicherheit im Elektroberuf

Elektroarbeiten verlangen eine sorgfältige und verantwortungsbewusste Arbeitsweise. Fehler können Personen, Anlagen und Gebäude gefährden.

Wichtige Fähigkeiten sind:

  • handwerkliches Geschick
  • technisches Verständnis
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • abstrakt-logisches Denken
  • systematische Arbeitsweise
  • präzises Arbeiten
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Teamfähigkeit
  • körperliche Belastbarkeit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • zuverlässiger Umgang mit Plänen und technischen Vorgaben

Für die Ausbildung und Arbeit ist ausserdem wichtig, Kabelfarben zuverlässig unterscheiden zu können.

Arbeitssicherheit

Im Elektrogewerbe müssen die geltenden Sicherheitsvorschriften und betrieblichen Vorgaben konsequent eingehalten werden.

Dazu gehören je nach Tätigkeit unter anderem:

  • elektrische Gefahren korrekt beurteilen
  • Anlagen und Arbeitsbereiche fachgerecht sichern
  • geeignete persönliche Schutzausrüstung verwenden
  • Werkzeuge und Messgeräte korrekt einsetzen
  • Arbeiten nach den geltenden Regeln der Technik ausführen
  • besondere Gefahren auf Baustellen berücksichtigen

Welche Arbeiten eine Fachkraft selbstständig ausführen darf, hängt von Ausbildung, Funktion, Betrieb und den geltenden Vorschriften ab.

Elektroinstallateur Jobs und Anstellungsformen

Auf fachkraft.ch findest du unterschiedliche Stellenmodelle für Elektroinstallateure und weitere Elektro-Fachkräfte.

StellenartGeeignet, wenn du
Temporärstellekurzfristig arbeiten, unterschiedliche Projekte kennenlernen oder flexibel bleiben möchtest
Try and Hirezunächst temporär starten und bei guter Zusammenarbeit später direkt angestellt werden möchtest
Dauerstellevon Beginn an eine langfristige direkte Anstellung in einem Elektro-Unternehmen suchst

Ist aktuell keine passende Stelle ausgeschrieben, kannst du deine Unterlagen allgemein einreichen. Nenne dabei möglichst genau, ob du beispielsweise Erfahrung im Neu- und Umbau, Service, Stark- und Schwachstrom, in Industrieanlagen, Gebäudeautomation oder Störungsbehebung mitbringst.

Wie vergleichst du eine Elektrostelle richtig?

Zwei Elektroinstallateur-Stellen können trotz gleicher Berufsbezeichnung einen sehr unterschiedlichen Arbeitsalltag bieten. Deshalb solltest du die tatsächlichen Tätigkeiten genau vergleichen.

BereichWichtige Fragen
EinsatzbereichArbeitest du im Wohnungsbau, Gewerbe, in der Industrie oder im Kundendienst?
ProjektartGeht es hauptsächlich um Neubau, Umbau, Service oder Instandhaltung?
InstallationenWelche Stark- und Schwachstrominstallationen führst du tatsächlich aus?
ServiceGehören Fehlersuche, Reparaturen und direkter Kundenkontakt zur Stelle?
TechnologienArbeitest du mit Gebäudeautomation, Kommunikation, Energieanlagen oder klassischen Installationen?
SelbstständigkeitFührst du Aufträge selbstständig aus oder arbeitest du innerhalb eines Installationsteams?
PikettdienstSind Pikett-, Nacht- oder Wochenendeinsätze vorgesehen und wie werden sie entschädigt?
MobilitätGibt es wechselnde Einsatzorte und wird ein Führerausweis benötigt?
LohnWie hoch sind Grundlohn, Zulagen, Spesen und der 13. Monatslohn?
EntwicklungGibt es Entwicklungsmöglichkeiten Richtung Teamleitung, Projektleitung oder Spezialisierung?

Lohn im Elektrogewerbe in der Schweiz

Der Lohn im Elektrogewerbe hängt von Ausbildung, Berufserfahrung, Funktion, Arbeitsregion, Arbeitgeber und anwendbarem Gesamtarbeitsvertrag ab.

Zusätzlich spielt der konkrete Aufgabenbereich eine wichtige Rolle. Eine Fachkraft im Neu- und Umbau kann ein anderes Profil haben als ein erfahrener Servicemonteur, ein Elektroinstallateur in der Industrie oder eine Person mit zusätzlicher Team- oder Projektverantwortung.

Die aktuellen Durchschnittslöhne, GAV-Mindestlöhne, Monatslöhne, Stundenlöhne und Erfahrungsstufen sind deshalb auf eigenen Lohnseiten zusammengefasst.

Weiterbildung und Karriere im Elektrogewerbe

Nach der beruflichen Grundbildung gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich fachlich zu spezialisieren oder zusätzliche Projekt- und Führungsverantwortung zu übernehmen.

Mögliche Entwicklungsschritte sind unter anderem:

  • Spezialisierung im Service und Kundendienst
  • Spezialisierung in Industrie und Instandhaltung
  • Vertiefung in Gebäudeautomation
  • Vertiefung in Energie- und Sicherheitstechnik
  • Elektro-Teamleiterin oder Elektro-Teamleiter mit EIT.swiss-Zertifikat
  • Elektroprojektleiterin oder Elektroprojektleiter Installation und Sicherheit mit eidgenössischem Fachausweis
  • Elektroprojektleiterin oder Elektroprojektleiter Planung mit eidgenössischem Fachausweis
  • Projektleiterin oder Projektleiter Gebäudeautomation mit eidgenössischem Fachausweis
  • diplomierte Elektroinstallations- und Sicherheitsexpertin oder diplomierter Elektroinstallations- und Sicherheitsexperte
  • diplomierte Elektroplanungsexpertin oder diplomierter Elektroplanungsexperte
  • höhere Fachschule im Bereich Elektrotechnik
  • Fachhochschulstudium in Elektrotechnik oder Gebäudetechnik

Elektro-Teamleiter

Elektro-Teamleiter übernehmen mehr Verantwortung bei Installationsprojekten und in der Führung von Mitarbeitenden.

Zu den Aufgaben können Arbeitsvorbereitung, Installationspläne, Ausmasse, Rapporte, Baustellenkoordination und die Begleitung des Installationsteams gehören.

Elektroprojektleitung

In der Elektroprojektleitung verschiebt sich der Schwerpunkt stärker in Richtung Projektplanung, technische Bearbeitung, Kalkulation, Baustellenmanagement, Kundenkontakt und Führung.

Je nach Weiterbildungsweg stehen Installation und Sicherheit oder Planung im Mittelpunkt.

Elektroinstallations- und Sicherheitsexperte

Auf höherer Stufe können Fachkräfte umfassende Verantwortung für Installationen, Sicherheit, Fachberatung und technische Beurteilungen übernehmen.

Solche Weiterbildungen setzen entsprechende Vorbildung und Berufspraxis voraus.

Elektrogewerbe und Gebäudetechnik: Wo liegt der Unterschied?

Das Elektrogewerbe gehört zur technischen Gebäudeausrüstung, ist aber nicht mit der gesamten Gebäudetechnik gleichzusetzen.

ElektrogewerbeWeitere Gebäudetechnik
Elektrische Energie, Leitungen, Verteilungen, Beleuchtung und elektrische InstallationenSanitär, Heizung, Lüftung und weitere gebäudetechnische Systeme
Elektroinstallateur und Montage-ElektrikerSanitärinstallateur, Heizungsinstallateur und Lüftungsanlagenbauer
Elektrotechnik, Kommunikation und GebäudeautomationWasser, Wärme, Klima und Lufttechnik

Bei der Gebäudeautomation treffen diese Bereiche zunehmend aufeinander. Deshalb arbeiten Elektro-Fachkräfte auf modernen Projekten häufig eng mit anderen Gebäudetechnik-Berufen zusammen.

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Häufige Fragen zum Elektrogewerbe Schweiz

Was gehört zum Elektrogewerbe?

Zum Elektrogewerbe gehören unter anderem Elektroinstallationen, Leitungen und Kabel, Verteilungen, Beleuchtung, Stark- und Schwachstrom, Service, Instandhaltung, Gebäudeautomation, Kommunikations- und Sicherheitssysteme sowie elektrische Energiesysteme.

Was macht ein Elektroinstallateur?

Elektroinstallateurinnen und Elektroinstallateure erstellen, unterhalten und reparieren elektrische Installationen. Sie verlegen Leitungen, montieren elektrische Komponenten, nehmen Systeme in Betrieb und führen je nach Tätigkeit Messungen, Service und Störungsbehebungen durch.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Elektroinstallateur EFZ?

Die berufliche Grundbildung als Elektroinstallateurin oder Elektroinstallateur EFZ dauert vier Jahre.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Montage-Elektriker EFZ?

Die Ausbildung als Montage-Elektrikerin oder Montage-Elektriker EFZ dauert drei Jahre.

Was ist der Unterschied zwischen Elektroinstallateur und Montage-Elektriker?

Beide Berufe arbeiten an elektrischen Installationen. Die Ausbildung zum Elektroinstallateur dauert vier Jahre und ist breiter ausgerichtet. Die dreijährige Ausbildung zum Montage-Elektriker konzentriert sich stärker auf Montage und Installation.

Kann ein Montage-Elektriker später Elektroinstallateur werden?

Ja. Mit einem Montage-Elektriker EFZ ist je nach Voraussetzungen eine verkürzte zusätzliche Grundbildung als Elektroinstallateurin oder Elektroinstallateur EFZ möglich.

Was macht ein Elektroinstallateur im Kundendienst?

Im Kundendienst gehören häufig kleinere Umbauten, Erweiterungen, Störungsbehebung, Reparaturen und direkter Kundenkontakt zum Arbeitsalltag. Selbstständiges Arbeiten und breite Berufserfahrung sind dabei besonders wichtig.

Was bedeutet Stark- und Schwachstrom?

Starkstrominstallationen dienen hauptsächlich der elektrischen Energieversorgung. Schwachstrombereiche umfassen je nach Anlage beispielsweise Kommunikation, Steuerung, Signalübertragung oder Sicherheitstechnik.

Ist der Führerausweis für Elektroinstallateure notwendig?

Nicht bei jeder Stelle. Für Serviceeinsätze und wechselnde Baustellen wird der Führerausweis der Kategorie B jedoch häufig verlangt oder ist von Vorteil.

Gibt es Pikettdienst im Elektrogewerbe?

Ja, bei Service-, Unterhalts- und Instandhaltungsstellen kann Pikettdienst Teil der Tätigkeit sein. Je nach Arbeitgeber können auch Nacht- oder Wochenendeinsätze vorkommen.

Wie hoch ist der Elektroinstallateur Lohn in der Schweiz?

Der Lohn hängt unter anderem von Ausbildung, Berufserfahrung, Funktion, Arbeitsregion und Arbeitgeber ab. Bei unterstellten Arbeitsverhältnissen sind ausserdem die Vorgaben des anwendbaren Gesamtarbeitsvertrags relevant.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Je nach Ausbildung und Berufspraxis führen mögliche Wege beispielsweise zur Elektro-Teamleitung, Elektroprojektleitung, Gebäudeautomation sowie zu höheren Fach- und Expertenqualifikationen.

Wo finde ich aktuelle Elektroinstallateur Jobs?

Auf fachkraft.ch findest du aktuelle Stellen für Elektroinstallateure in verschiedenen Regionen und Tätigkeitsbereichen der Schweiz.

Offizielle Informationen zu Ausbildung und Weiterbildung

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Zuletzt aktualisiert: 18. August 2026
Redaktion: fachkraft.ch